Der Velberter Regionalligist steht gut da, obwohl die Konkurrenten mehr Partien absolviert haben. Trainer André Pawlak warnt allerdings: Wenn wir nicht bald spielen, wird es gefährlich.

SSVg Velbert

Ohne Spiel auf dem Abstiegsplatz

Ulrich Tröster
08. Februar 2016, 17:53 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Der Velberter Regionalligist steht gut da, obwohl die Konkurrenten mehr Partien absolviert haben. Trainer André Pawlak warnt allerdings: Wenn wir nicht bald spielen, wird es gefährlich.

Mit einem knappen Vorsprung vor den Abstiegsplätzen war die SSVg Velbert in die Winterpause gegangen. Nun sind die ersten beiden Spieltage des neuen Jahres in der Fußball-Regionalliga absolviert, ohne dass der Neuling hätte eingreifen können. Einmal war sein Spiel ausgefallen, einmal war er spielfrei. Dennoch findet sich die SSVg weiter auf einem Nichtabstiegsplatz wieder, sie hält den 14. Rang.

Auf dem ersten Abstiegsplatz liegt an Position 15 die Reserve des FC Schalke 04. Die Knappen wurden der allerdings durch die Absage der Partie gegen Alemannia Aachen daran gehindert, möglicherweise an den Velbertern vorbei zu ziehen. So haben sie weiter einen Punkt Rückstand, allerdings haben sie auch schon eine Partie mehr ausgetragen.

Rot-Weiss Essen in Reichweite

Gleich zwei Spiele mehr absolviert hat Rot-Weiß Ahlen, derzeit auf Abstiegsplatz 16. Die Westfalen überraschten am Wochenende mit einem 0:0 beim Tabellenvierten Rot-Weiß Oberhausen, auch der TuS Erndtebrück auf Platz 17 punktete. Er schlug Schlusslicht Wegberg-Beeck mit 1:0. Ahlen und Erndtebrück haben rechnerisch noch alle Chancen, die Velberter zu holen, allerdings haben beide bereits zwei Partien mehr ausgetragen.

Interessant aus Sicht der SSVg sind im Moment aber nicht nur die Teams, die in der Tabelle hinter ihnen stehen, sondern auch die Mannschaften dicht davor. Hier bieten sich inzwischen gute Möglichkeiten. Mit jeweils nur zwei Punkten vor den Velbertern nehmen der SC Wiedenbrück und die Essener Rot-Weissen die Plätze zwölf und 13 ein — und beide Teams haben bereits drei Spiele mehr bestritten.

Vor allem bei den Essenern gibt es zerknirschte Gesichter. Nach einer enttäuschenden Rückrunde und einigen Verletzungsproblemen wurden in der Winterpause acht neue Spieler verpflichtet.

In den ersten beiden Partien der Rückrunde konnte der Ex-Bundesligist aber kein einziges Tor erzielen.

Es liegt zwar nicht in meiner Macht — aber ich würde am Samstag auch auf Kunstrasen spielen
Andre Pawlak

Allerdings: Solange die Velberter nicht selbst spielen können, verkommen die Möglichkeiten, die sich ihnen derzeit bieten, zu nutzlosen Rechnereien. Und die Gefahr besteht ja: Dass der Rasen sich bis zum Samstag für das Heimspiel gegen den TuS Erndtebrück von den Belastungen des kurzzeitigen Wintereinbruchs und der letzten Regenfälle erholt hat, ist keineswegs sicher. Für SSVg-Trainer André Pawlak wäre ein weiterer Spielausfall jedenfalls ein herber Schlag.

„Wir müssen einfach wieder in den Rhythmus kommen. Und falls es passieren sollte, dass wir in der Tabelle an Boden verlieren, dürfen wir uns das auch nicht allzu lange anschauen. Es ist nämlich nicht so einfach zu sagen: Wir haben ja noch so und so viele Spiele nachzuholen. Da biegen wir das hin!“

Denn eine Aufholjagd kostet Kraft, vor allem wenn mit jedem ausgefallenen Spiel die Zahl der englischen Wochen steigt. „Es liegt zwar nicht in meiner Macht — aber ich würde am Samstag auch auf Kunstrasen spielen“, sagt Pawlak, zumal er eine gut vorbereitete und komplette Mannschaft aufbieten könnte. Milko Trisic ist leicht verletzt, sonst sind alle wohlauf.

Auch David Müller und Philipp Schmidt haben sich nach langwierigen Verletzungen gut erholt, so dass Pawlak in der Offensive gleich zwei Trümpfe mehr ausspielen kann — wenn denn mal angepfiffen wird.

Autor: Ulrich Tröster

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