Nachher ist man schlauer: Die Taktik von RWO-Trainer Andreas Zimmermann ist gegen Ahlen nicht aufgegangen. Der Abgang von David Jansen schmerzt.

RWO

Jansen fehlt den Kleeblättern

Peter Voss
08. Februar 2016, 13:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Nachher ist man schlauer: Die Taktik von RWO-Trainer Andreas Zimmermann ist gegen Ahlen nicht aufgegangen. Der Abgang von David Jansen schmerzt.

Ohne Patrick Bauder und Tim Hermes hatte es RWO-Trainer Andreas Zimmermann mit der Aufstellung leichter. Denn daraus entstand das starke Sturmtrio Simon Engelmann, Raphael Steinmetz und David Jansen. Jetzt ist Jansen weg und Hermes und Bauder stehen wieder zur Verfügung. Daraus leitete Zimmermann gegen Ahlen eine Startelf mit Bauder und Hermes ab, aber auch nur mit einer Spitze Engelmann. Es mag wie ein Affront gegen Steinmetz aussehen, kann sich aber nach Trainingseindrücken ergeben haben. Nur: Auf dem Feld zählen die nicht mehr.

RWO erspielte sich gegen eine nicht schlechte, aber auf jeden Fall schlagbare Mannschaft zu wenig Chancen – die ein Instinktfußballer wie Steinmetz aber hätte nutzen können. Folglich war das enttäuschende 0:0 ein logisches Ergebnis.

Das fiel vor allem im ersten Durchgang ins Auge. Dort funktionierte die Vorbereitungsarbeit gerade über Rechtsaußen noch gut. Hier erspielten sich die Rot-Weißen mit Christoph Caspari und Dominik Reinert vielversprechende Ausgangssituationen. Die im Prinzip guten Zuspiele verpasste Engelmann grundsätzlich auf dem falschen, dem rechten Fuß und zudem meist in Nähe des kurzen Pfostens. Dann rutschte der Ball durch zum langen Pfosten – und da stand niemand mehr. Das sah sich Zimmermann bis zur 67. Minute an, um dann mit Steinmetz den Spieler zu bringen, der im Regelfall bei solchen Situationen genau dort steht. Das bewahrheitete sich in der nächsten Minute, als Steinmetz zentral ein Zuspiel von Bauder aufnahm, gegen drei Ahlener aber verstolperte. Doch im Erfolgsfall wäre das schon Glück gewesen, denn zu diesem Zeitpunkt der Partie war schon längst der Wurm drin. Es gab kaum noch präzise Vorlagen ins Zentrum.

Was auch an einem schwachen Bauder lag, der eigentlich nie Zugriff auf die Partie bekam. In Ballbesitz machte er aussichtsreiche Ausgangslagen durch zu langsames Weiterleiten (eine Ausnahme mit dem Pass auf Engelmann, der zu unrecht Abseits gegeben wurde) meist zunichte.

Die Gegner haben sich auf Bauder als Vorbereiter eingestellt, doppel ihn und gewinnen meist. Bauder als hängende Spitze vor der Doppelsechs und dem diesmal schwachen Engelmann erzeugten nicht genug Druck. Tatsächlich effektiver, weil unberechenbarer war das Trio Steinmetz, Engelmann und Jansen vor einer Doppelsechs. Es bleibt daher ein Rätsel, warum Zimmermann in einem Heimspiel gegen eine als defensiv schwach bekannte Mannschaft nur mit Engelmann als einziger Spitze begann.

Wenn Gefahr aufgebaut wurde, ging die von der Doppelsechs und nicht von Bauder aus. Alex Scheelen und noch mehr Sinan Kurt leiteten gerade im ersten und zu Beginn des zweiten Durchgangs die gefährlichsten Situationen der Oberhausener ein. So bleibt ebenfalls ungeklärt, warum Scheelen als effektivere Offensivkraft als Bauder den Platz verlassen musste und der durchspielte.

Es ist ohne Frage ein Verlust, dass Jansen nicht mehr für RWO spielt. Doch gerade in dieser Partie hätte man den leichter auffangen können und dann vielleicht sogar ein Tor erzielt...

Autor: Peter Voss

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