Hoppla, wir sind in der Bezirksliga: Der FSV Gevelsberg feierte einen Aufstieg, der so nicht eingeplant war.

Bezirksliga 14: Teamcheck FSV Gevelsberg

Coulibaly als Leitfigur für den Neuling

Felix Guth
06. August 2007, 13:42 Uhr

Hoppla, wir sind in der Bezirksliga: Der FSV Gevelsberg feierte einen Aufstieg, der so nicht eingeplant war. "Wir hatten uns eigentlich noch mehr Zeit gegeben", sagt Trainer Karl-Walter Möller. Nur zwei Jahre nach der Fusion von VfL und SE Gevelsberg gelang der Sprung auf die Bezirksebene. Und das in den Neunziger Jahren noch durch Regionalliga-Perspektiven verwöhnte Umfeld an der Grenze zum Bergischen Land träumt wieder von besseren Zeiten. [i]Der Teamcheck.[/i]

Tor: Routinier Franco Orfai (40) wurde mit starken Leistungen zum Aufstiegshelden. Dennoch wird er voraussichtlich verstärkt ins zweite Glied rücken. Trainer Karl-Walter Möller setzt zunächst auf den 26-jährigen Björn Zell. "Wegen der besseren Perspektive", begründet der Coach.

Abwehr: Eine Dreierkette soll die Gegner vom eigenen Tor fernhalten. Möllers eingespielte Wunschformation besteht aus Sebastian Wöbel, Jörg Constantin und Dennis Brandt. Als Alternative steht Tobias Scheigeler bereit.

Mittelfeld: Der FSV spielt mit einem "Doppel-Sechser". Eine wichtige Position besetzt dabei Idrissa Coulibaly. Der vom SSV Hagen gekommene Ivorer ist der namhafteste von insgesamt acht Neuen. "Er bringt uns viel Stabilität", sagt Möller. Coulibaly war auch von Liga-Konkurrent Türkischer SV Witten als Zugang verkündet worden. "Da war der Kollege wohl etwas voreilig", meint Möllers, der fest auf den erfahrenen Afrikaner baut. Neben Coulibaly agiert in der Regel Tobias Böcecker. Eine Viererkette soll Offensiv-Impulse setzen. Benni Rui, die Neuerwerbungen Marco Reklinski, Marcel Finke und Fabian Kukereit, Mirko Tkaavz sowien Tobias Müller stehen dem Trainer hier zur Verfügung.

Angriff: Möllers Wunschsystem sieht nur eine Spitze vor. Diese Rolle können wahlweise Adem Osma, Ufuk Egin, Siegfried Adamski oder Assan Dautovic, Bruder des Ennepetaler Torjägers Radomir, einnehmen.

Saisonziel: Für den Aufsteiger ist klar: Es kann nur um den Klassenerhalt gehen. "Ich will mich da nicht auf die Konkurrenten festlegen", sagt Möller. Er sieht aber abgesehen von "fünf bis sechs Spitzenteams" die Staffel 14 insgesamt auf einem ausgeglichenen Niveau.

Vereinsumfeld: Der Klub spielt im Stadion Stefansbachtal. "Die Anlage sucht ihresgleichen", meint Karl-Walter Möller. Ein Natur- und ein Kunstrasenplatz garantieren stets beste Bedingungen. Eine Tribüne bietet bis zu 1500 Zuschauern Platz. Die Fusion zwischen den einst geradezu verfeindeten Vereinen VfL und SE entwickelte sich prächtig. "Das war eine große Leistung der Verantwortlichen", findet Möller. Von der neuen Zusammenarbeit profitierte auch die Jugend: Der FSV Gevelsberg geht mit 22 Nachwuchsteams in die Saison.

Fieberkurve: Nachdem zu Beginn der 90er Jahren der VfL Gevelsberg bis an die Oberliga-Spitze stürmte, folgte ein Jahrzehnt des tiefen Sturzes. Zwischenzeitlich verschlug es den Verein bis in die Kreisliga B. Nach der Fusion kam der neue Aufschwung. Trainer Karl-Walter Möller formte in den vergangenen eineinhalb Jahren aus dem ehemaligen Kreisliga-Abstiegskandidaten eine Meisterelf.

Autor: Felix Guth

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