Als Lippstadts Trainer Stefan Fröhlich vor der Saison den Geheimtipp der Saison nennen sollte, musste er nicht lange überlegen.

SV Lippstadt

Still und heimlich zur Spitzenmannschaft

03. Februar 2016, 14:05 Uhr
Foto: Nils Heimann

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Als Lippstadts Trainer Stefan Fröhlich vor der Saison den Geheimtipp der Saison nennen sollte, musste er nicht lange überlegen.

Neben seinen drei klaren Favoriten auf Meisterschaft und Aufstieg (SC Roland, Erkenschwick und Siegen) schmiss er im Online-Portal der Oberliga Westfalen noch den ASC 09 in die Runde. Passend dazu: Mit einem 4:0-Auswärtssieg gegen die Mannschaft von Daniel Rios machte der SVL gleich einen perfekten Auftakt in die laufende Oberliga-Saison.

Müsste er in der Winterpause noch einmal tippen, wer den Gang in die Regionalliga macht, käme er nicht an seiner eigenen Mannschaft vorbei. Leise, still und heimlich haben sich die 08er in der Tabelle an die Spitze vorgearbeitet. Und weil die Hinrunde so fantastisch gelaufen ist, wollten sie am Bruchbaum in diesem Jahr nicht wieder den gleichen Fehler machen wie im letzten. Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Lizenzantrag. Sollte die Regionalliga sportlich machbar sein, will der Vorstand die Genehmigung auf alle Fälle beantragen. „In der Rückrunde wird man definitiv sehen, welche Mannschaft das Potential hat, sich dort oben festzusetzen“, prognostiziert Fröhlich.

Mit ein bisschen Demut weiß man schon, was man an Lippstadt hat
Stefan Fröhlich

Dass der SVL auch dafür in Frage kommt – daran hat sich der 30-Jährige schon gewöhnt. „Wir bereiten den Spielern ein für die Liga sehr professionelles Umfeld“, erklärt der Linienchef. Dass der Wohlfühlfaktor dabei eine große Rolle spielt, zeigt sich allein an der Rückkehr von Benjamin Koldzig von Rot Weiss Ahlen. „Mit ein bisschen Demut weiß man schon, was man an Lippstadt hat“, zeigt auch Fröhlich, dass er sich bei seinem Verein mehr als wohl fühlt.

Und so war es auch wenig verwunderlich, dass der Übergang nach dem Vertragsende von Ex-Trainer Daniel Farke ohne Weiteres gelingen konnte. „Auch wenn im Kader eine Menge passiert ist, ist das unverhofft reibungslos abgelaufen“, lobt der Coach die Arbeit rund um das Team.

Und wenn er jetzt noch einmal an der Umfrage teilnehmen würde? Seine Elf wäre nach aktuellem Stand nicht einmal mehr eine, die unter dem Namen „Überraschungs-Team“ laufen würde. „Wir wollen unseren Fans irgendwann auch mal etwas bieten“, lässt Fröhlich zwischen den Zeilen durchblicken, dass die Regionalliga auf absehbare Zeit wieder zum Ziel des Traditionsvereins werden soll.

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