Westfalia Wickede ist am letzten Tag der Transfer-Periode noch einmal aktiv geworden und hat eine überraschende Verpflichtung vorgenommen.

Westfalia Wickede

US-Stürmer soll Angriff beleben

03. Februar 2016, 14:02 Uhr
Foto: Neumann

Foto: Neumann

Westfalia Wickede ist am letzten Tag der Transfer-Periode noch einmal aktiv geworden und hat eine überraschende Verpflichtung vorgenommen.

Der US-Amerikaner Parnell Hegngi geht künftig für den Westfalenligisten auf Torejagd. „Wir haben ihn bei uns im Probetraining gesehen und ich habe gute Dinge bei ihm erkannt“, hofft Westfalia-Trainer Marco Schott, dass der kantige Stürmer die Lücke im Angriff füllen kann. Nach dem Abgang von Torjäger Tim Schrade zum Liga-Konkurrenten FC Brünninghausen sollte Benny Dietz in die Bresche springen. Aber der talentierte Offensivmann verletzte sich in der Vorbereitung am Knie. Da kam die Idee, Hegngi kurzfristig zu verpflichten, wie gerufen. „Es ist jetzt nicht so, dass wir haareraufend durch die Gegend laufen und versuchen, jemanden zu bekommen, bei dem es nicht realistisch ist“, stellt Schott klipp und klar fest, dass es sich bei der Verpflichtung nicht um einen Panikkauf handelt.

Dennoch gibt der Coach zu, dass ihm die Phase, in der sich seine Mannschaft befindet, eine Menge abverlangt. Mit Anil Konya, Marco Dej, Sebastian Didion, Markus Scherff und dem erwähnten Dietz sind bereits fünf wichtige Leistungsträger langfristig verletzt oder angeschlagen. „In unserer kleinen Welt kann diese Ausfälle niemand kompensieren“, merkt der Linienchef an.

Die Entwicklung seiner Elf in der laufenden Saison steht dafür Pate. Nach dem verlorenen Relegationsspiel um den Aufstieg in die Oberliga ging es bergab. „Wir wollten uns wieder aufrichten, dann haben sich aber drei Leute einen Kreuzbandriss zugezogen“, erinnert sich Schott an die Schwierigkeiten.

Wir hatten eine schlechte Phase und packen jetzt neu an
Marco Schott

Dass das einstige Spitzenteam der Westfalenliga nun gegen den Abstieg kämpft, ist allen in Wickede bewusst. Das soll aber keineswegs heißen, dass in Dortmunds Osten nun die große Völkerwanderung beginnt. „Das ist überhaupt nicht so“, sagt Schott und weist darauf hin, dass die Verträge mit wichtigen Leistungsträgern bereits verlängert wurden und für die neue Saison der ehemalige Physiotherapeut der BVB-Jugend, Stefan Tillmann, verpflichtet wurde. „Wir hatten eine schlechte Phase und packen jetzt neu an“, hakt der Coach die Hinrunde ab. Mit der Verpflichtung von Hegngi ist der erste Schritt zumindest getan.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren