(Fast) jede Serie reißt irgendwann mal - die des Herner EV riss am Sonntagabend im zweiten Duell des Wochenendes gegen die Halle Saale Bulls.

Herner EV

Halle spielt den Serienkiller

01. Februar 2016, 01:08 Uhr
Foto: Joachim Haenisch

Foto: Joachim Haenisch

(Fast) jede Serie reißt irgendwann mal - die des Herner EV riss am Sonntagabend im zweiten Duell des Wochenendes gegen die Halle Saale Bulls.

In einem Spiel der Kategorie "sie hätten wohl noch stundenlang weiterspielen können und trotzdem kein Tor geschossen" unterlag der HEV dem MEC mit 0:2. Und musste damit die erste Niederlage nach regulärer Spielzeit seit dem 23. Oktober vergangenen Jahres (2:5 in Duisburg) hinnehmen. Dies bei allem gezeigten Engagement auch nicht ganz unverdient, ließ der Gastgeber doch zahlreiche Powerplaychancen - zehn an der Zahl - ungenutzt und präsentierte sich im gegnerischen Drittel einfach zu umständlich und stellenweise auch ohne den allerletzten Biss. Den Rest erledigte der wie schon in der Vorwoche in Essen überragende Hallenser Goalie Sebastian Albrecht. Diesem stand HEV-Goalie Christian Wendler kaum in etwas nach, zweimal musste er jedoch hinter sich greifen. Philipp Gunkel (17.) und Alexander Zille (36.) sicherten den Mitteldeutschen mit zwei schön herausgespielten Treffern die drei Punkte und damit eine erfolgreiche Revanche für die 3:4-Overtime-Pleite vom Freitag.

"Dieses Wochenende diente uns als Vergleich, wo wir in der Liga stehen. Und wir haben nun gesehen, dass wir uns unter den ersten Vier behaupten können. Schon am Freitag hatten wir uns gut auf das Herner Spiel eingestellt, da haben uns aber viele Strafzeiten aus dem Konzept gebracht. Nun haben wir viele Kleinigkeiten verbessert, waren gut eingestellt und hatten einen super Torwart", fasste MEC-Coach Georgi Kimstatsch hocherfreut zusammen.
Hernes Trainer Frank Petrozza bezeichnete die erste "richtige" Niederlage nach 23 Spielen als "ein bisschen bitter, wir hatten so viele Möglichkeiten. Es war ein verdienter Sieg für Halle, es haben einige Dinge nicht funktioniert, die am Freitag noch funktioniert hatten. Die Jungs sind gerade ein bisschen unten, aber wir werden wieder aufstehen, um eine neue Serie zu starten."

Dazu Gelegenheit haben die Herner am Freitagabend ab 20 Uhr. Dann geht es zu Schleswig-Holsteins einzigem Eishockeyverein, dem EHC Timmendorfer Strand, bevor am Sonntag wieder einmal ein Derby am Gysenberg ansteht. Dann gastieren die Füchse Duisburg beim aktuellen Tabellendritten. Fest steht: Stürmer Damian Schneider wird mindestens in diesen beiden nächsten Partien nicht mitwirken können, er hatte sich am Freitag beim Spiel in Halle verletzt und muss nun ein MRT abwarten. Petrozza: "Dies ist am Montag. Wenn wir Glück haben, ist es nur eine schwere Prellung und er fällt nur zehn Tage aus."

Statistik:
Tore:
0:1 16:52 Gunkel (Abercrombie, Bigam)
0:2 35:29 Zille (Gard)
Zuschauer: 1105
Strafminuten: Herne 4 - Halle 20

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