Rot-Weiss Essen tritt nach dem torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Köln II weiter auf der Stelle.

RWE - Köln

"Das ist Essen!"

31. Januar 2016, 16:44 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Rot-Weiss Essen tritt nach dem torlosen Unentschieden gegen den 1. FC Köln II weiter auf der Stelle.

Gegen die Domstädter musste die Mannschaft von Jan Siewert nach dem Platzverweis gegen [person=3705]Leon Binder[/person] (58.) mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl agieren. „So ein Spiel kannst du gewinnen, musst du aber eigentlich verlieren“, resümierte Kölns Trainer Martin Heck, der dann prompt von seinem Pendant unterbrochen wurde: „Wir machen hier Schluss“, sagte Siewert lachend. Die Zusammenfassung hatte dem 33-Jährigen gereicht.

Und mehr wollte er zu den 90 intensiven und für seine Mannschaft wieder einmal ohne wirklich zählbaren Erfolg abgelaufenen Minuten auch nicht sagen. Insbesondere den äußerst dummen Platzverweis des ehemaligen Kölners mochte der RWE-Coach nicht in epischer Breite besprochen haben und bat darum, nicht darauf angesprochen zu werden. „So etwas geht absolut nicht, dadurch gerätst du ins Hintertreffen“, kommentierte er nüchtern.

Ich finde es sensationell, was sich die Jungs für Chancen erarbeitet haben
RWE-Trainer Jan Siewert

Es war die Szene, die RWE in Summe womöglich um einen Sieg gebracht hatte. Denn was die zehn Essener insbesondere in der letzten Viertelstunde zeigten, war das, was die Fans vor dem Spiel mit dem eindringlichen Appell „Die besinnliche Zeit ist vorbei – jetzt reißt euch endlich den Arsch auf!“ gefordert hatten. „Ich finde es sensationell, was sich die Jungs für Chancen erarbeitet haben. Ich mache meiner Mannschaft dafür ein Kompliment, dass sie so gekämpft hat“, sagte Siewert und schloss an: „Das ist Essen!“

Dass seine Mannschaft trotz der Drangphase zum Ende der Partie ohne Tor geblieben war, musste der Coach an der miserablen Chancenverwertung festmachen. Allein drei von den besten Essener Torgelegenheiten gingen auf das Konto von Neuzugang Frank Löning. „Er hat dreimal mit uns trainiert“, beschwichtigte Siewert, „nächste Woche hat er das nötige Glück, um auch einzunetzen.“

Gegen Köln stimmte zumindest der Einsatz. Dass er nicht traf, veranlasste Martin Heck dazu, einen Haken unter den Sonntag zu machen: „Am Ende machst du drei Kreuze, dass du hier einen Punkt mitnehmen kannst. Das ist das Positive, das wir heute hier rausziehen.“

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