André Breitenreiter ballte die Siegerfaust: Schalke hat mit einem 2:0-Erfolg bei Aufsteiger Darmstadt 98 eine Antwort auf die Diskussionen der vergangenen Woche gegeben.

Schalke

Meyer und Sané besorgen den Sieg

Manfred Hendriock
30. Januar 2016, 17:36 Uhr
Foto: firo

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André Breitenreiter ballte die Siegerfaust: Schalke hat mit einem 2:0-Erfolg bei Aufsteiger Darmstadt 98 eine Antwort auf die Diskussionen der vergangenen Woche gegeben.

Max Meyer (43.) und Leroy Sané (53.) erzielten die Tore zum verdienten Sieg. Unter schwierigen Bedingungen ging der Plan auf, die unbequemen Darmstädter mit spielerischen Mitteln zu bezwingen. Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war.

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Schalkes Trainer André Breitenreiter hatte derselben Elf das Vertrauen geschenkt, die zum Rückrunden-Start gegen Bremen verloren hatte. Keine so große Überraschung, weil er gegen Bremen ja nur das Ergebnis zu bemängeln hatte - trotz der Diskussion, die danach entfacht wurde. Die einzige Konsequenz war, dass Franco Di Santo wegen schwacher Trainingsleistungen seinen Platz im Kader an Alessandro Schöpf abgeben musste.

Den Darmstädtern wollte Schalke fußballerisch entgegentreten und sich nicht nur auf einen Abnutzungskampf einlassen: “Wir haben die bessere Mannschaft - wir müssen die Darmstädter mit unseren Mitteln schlagen”, hatte Manager Horst Heldt zuvor gefordert. Doch angesichts der äußeren Umstände war es extrem schwer, ein spielerisches Übergewicht deutlich zu machen: Der Rasen war tief wie ein Feuchtbiotop - und auf den Rängen am Böllenfalltor regnete es den Fans in die Bierbecher. Fast wie früher im Parkstadion.

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Wichtig war angesichts der Umstände deswegen zunächst einmal, hinten nichts anbrennen zu lassen. Das gelang in der ersten Halbzeit gut - die Darmstädter hatten nur eine Halb-Chance, als Ralf Fährmann nach einem langen Pass auf Marcel Heller mit dem Herauslaufen zögerte, doch Roman Neustädter die Flanke zur Ecke klärte (32.). Spielerisch ging bei Schalke zunächst wenig. So war es kein Wunder, dass die erste echte Chance aus einer Standard-Situation resultierte: In der 25. Minute setzte Johannes Geis einen Freistoß krachend gegen den Pfosten. Doch kurz vor der Pause kam Schalke dann mit einer Kombination doch einmal durch: Nach einem langen Pass brachte Leroy Sane den Ball flach vors Tor, wo Klaas-Jan Huntelaar zwar nicht an die Kugel kam, doch dafür Max Meyer. Ganz überlegt schob der Mittelfeldspieler zur 1:0-Führung für Schalke ein - es war die 43. Minute. Ein perfekter Zeitpunkt für ein Tor.

Es ging also doch über den spielerischen Weg, und das 2:0 durch Leroy Sané nur acht Minuten nach dem Seitenwechsel unterstrich diese These. Diesmal waren die Rollen umgekehrt verteilt: Max Meyer trieb den Ball über den halben Platz nach vorne und hatte auch noch die Übersicht für einen glänzenden Pass auf Sané, der frei vor Darmstadts Torwart Christian Mathenia die Ruhe behielt und zum 2:0 abschloss - ein klasse Tor (53.).

Schalkes Jubel, auch der von Trainer Breitenreiter, zeigte enorme Erleichterung. Auf dem Platz und auf den Rängen wurde es ruhiger - nur bei einem taktischen Foul von Meyer an Gondorf (60.), der einen Konter nach einem Schalker Eckball (!) unterbinden musste, kochten die Emotionen noch einmal hoch. Meyer stand im Fokus, gab aber mit zwei Torschüssen (62., 70.) eine sportliche Antwort. Nach 84. Minuten wechselte ihn Breitenreiter sicherheitshalber gegen Hojbjerg aus, zuvor hatte es eine Rudelbildung gegeben, nachdem Meyer gefoult worden war.

Hojbjerg hätte zwei Minuten später einfach auf 3:0 erhöhen müssen, doch es es reichte auch so. Und Schalke hatte die richtige Antwort auf die Debatten der vergangenen Woche gegeben.

Autor: Manfred Hendriock

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