Norwegen legt nach der hauchdünnen Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland Protest gegen die Spielwertung ein.

Handball-EM

Norwegen legt Protest ein

29. Januar 2016, 22:56 Uhr
Foto: firo

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Norwegen legt nach der hauchdünnen Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland Protest gegen die Spielwertung ein.

Das berichtet der Sender Sport1. Dem gegenüber hatte Tim Oliver Kalle, Pressesprecher des Deutschen Handball Bund (DHB) bestätigt, dass der Ausgang der Partie (33:34) noch am grünen Tisch verhandelt werden muss.

Das Problem der Norweger: In den letzten Sekunden habe Bundestrainer Dagur Sigurdsson einen zusätzlichen Spieler mit einem gelben Leibchen aufs Feld geschickt. Torwart Andreas Wolff habe jedoch das Tor nicht verlassen. In diesem Fall hätte die deutsche Mannschaft mit einem Spieler zu viel auf dem Platz gestanden.

Die schriftliche Begründung muss bis Samstag, 30. Januar, 9 Uhr bei der Europäischen Handball-Föderation (EHF) eingehen. Bis 11 Uhr soll eine Entscheidung getroffen werden. DHB-Vizepräsident Bob Hanning hat derweil keine Befürchtungen, dass den Deutschen der Final-Einzug noch aberkannt wird. "Wir sehen der Verhandlung gelassen entgegen und freuen uns auf das Finale", sagte er.

Die DHB-Auswahl entschied das hochklassige und an Dramatik kaum zu überbietende Halbfinale erst in der Verlängerung für sich. Zuvor hatte es nach der regulären Spielzeit von 60 Minuten 27:27 gestanden, zur Pause hatte die Sigurdsson-Sieben mit 14:13 geführt.

Das Endspiel um die Europameisterschaft findet am Sonntag, 31. Januar, 17.30 Uhr in Krakau statt. Mit einem Sieg wäre die deutsche Nationalmannschaft automatisch für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifiziert.

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