Vor dem Rückrundenstart gegen Ahlen zeigt sich Schalkes U23-Coach mit den Trainingsleistungen zufrieden. In der Torwartfrage legt er sich fest.

Schalke II

Luginger glaubt an den Klassenerhalt

Christoph Winkel
27. Januar 2016, 11:27 Uhr

Vor dem Rückrundenstart gegen Ahlen zeigt sich Schalkes U23-Coach mit den Trainingsleistungen zufrieden. In der Torwartfrage legt er sich fest.

Ab Samstag geht es in der Regionalliga wieder um Punkte: Schalkes U23 ist bereit für den Auftakt in der Herner Mondpalast Arena gegen Rot Weiss Ahlen. Im WAZ-Interview spricht Cheftrainer Jürgen Luginger über sein Verhältnis zu André Breitenreiter, die Qualität des Kaders und den Spagat zwischen Jugend- und Seniorenfußball.

Manager Horst Heldt hat am Montag Behauptungen zurückgewiesen, im Verein würde es Unstimmigkeiten mit Trainer André Breitenreiter geben. Wie ist Ihr Verhältnis zu Breitenreiter?
Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm. Vor allem mit seinem Co-Trainer Sven Hübscher tausche ich mich regelmäßig aus. Wir besprechen, wer von uns hoch zu den Profis geht, oder wer zur U23 kommt.

Am Samstag gab es einen 2:1-Sieg gegen die Profis des VfL Bochum. Eine gute Generalprobe.
Ja, mit dem Spiel sind wir sehr zufrieden, das sorgt für Selbstvertrauen. Wir haben das gut gemacht, haben kompakt hinten rausgeschoben und waren aggressiv. Vor dem Tor sind wir aber noch nicht kaltschnäuzig genug.

Zur Winterpause steht Ihre Mannschaft auf Platz 15, auf einem Abstiegsplatz. Das war nicht das Ziel.
Damit sind wir definitiv nicht zufrieden. Die Entwicklung ist nach dem schwachen Saisonstart aber gut. Die Vorbereitung stimmt mich sehr positiv. Allerdings wird es am Samstag gegen Ahlen ein ganz anderes Spiel als gegen Bochum. Rot Weiss wird sehr defensiv stehen, wir müssen noch variabler spielen.

Lokalderby gegen den SC Hassel spielt keine Rolle

Was würde ein Abstieg der U23 für den FC Schalke 04 bedeuten? Außer eventuell ein Lokalderby in der Oberliga gegen den SC Hassel.
Mit dieser Frage beschäftige ich mich nicht. Die Mannschaft hat genügend Qualität, um einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Der war unser Ziel und bleibt unser Ziel. Ich hoffe, dass wir weniger verletzte Spieler als in der Hinrunde haben. Der Leistungsabfall innerhalb des Teams ist groß, die ersten 14 oder 15 Spieler haben die Qualität für diese Liga, denen dahinter fehlt sie einfach. Das hat die Vorbereitung wieder gezeigt.

Der Schritt vom Jugendfußball in den Seniorenfußball ist gewaltig
Jürgen Luginger

Außer die U23 von Borussia Mönchengladbach, die Tabellenführer ist, tun sich die anderen U23-Teams ebenfalls sehr schwer. Sogar beim Drittliga-Absteiger Borussia Dortmund U23 läuft es noch nicht rund. Woran liegt das?
Der Schritt vom Jugendfußball in den Seniorenfußball ist gewaltig. Das wollen die wenigsten glauben, aber es ist so. Die Spieler brauchen ihre Zeit. Und wenn du vor jeder Saison einen großen Umbruch machst, 15 neue Spieler in den Kader nimmst, sind andere Vereine zu Beginn einer Saison im Vorteil. Bei den Gladbachern ist es so, dass der Kern der Mannschaft schon seit drei Jahren zusammenspielt.

Lesen Sie auf Seite zwei, wer den Sprung in den Schalker Profi-Kader schaffen könnte

Autor: Christoph Winkel

Seite 1 / 2 Nächste Seite >

Mehr zum Thema

Kommentieren