Geheimes Testspiel vor Geisterkulisse, aber mit einem handfesten Ergebnis: 2:2 (1:0) trennte sich Regionalligist Rot-Weiss Essen am Samstagnachmittag vor 30

RWE - Wuppertal

Vier Tore im Stadion Essen

Ralf Wilhelm/Krystian Wozniak
23. Januar 2016, 21:05 Uhr
Foto: Tillmann

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Geheimes Testspiel vor Geisterkulisse, aber mit einem handfesten Ergebnis: 2:2 (1:0) trennte sich Regionalligist Rot-Weiss Essen am Samstagnachmittag vor 30 "engsten Angehörigen" der beiden Teams vom Oberligisten Wuppertaler SV im verwaisten Stadion Essen.

Es war das vorletzte Testspiel für die Mannschaft von Trainer Jan Siewert, ehe nächste Woche Sonntag (14 Uhr) gegen die U21 des 1. FC Köln wieder der Ligaalltag beginnt. Der RWE-Coach nahm einige wichtige Erkenntnisse aus der von beiden Seiten flott geführten Partie mit, sah einige positive Ansätze, die aber von zwei Ärgernissen überschattet wurden: Den beiden Gegentoren der Wuppertaler.[infobox-right]RWE: Heller - Binder, Zeiger, Weber (70. Becker), Cokkosan (83. Demircan) - Obst (60. Huckle), Baier (78. Lucas), Grund (60. Cekic), Rabihic - Druschky (46. Cantral), Osvold (71. Olwa-Luta).
WSV: Wickl - Leikauf, Fedler, Schmetz, Len Heinson - Grebe, Heinen (89. Bayrak) - Pranjes (74. Manstein), Topal - Ellmann (64. Aydogmus), Manno (83. Abdallah).[/infobox]

Rot-Weiss ging schon nach fünf Minuten durch einen tückischen Aufsetzer von Benjamin Baier mit 1:0 in Führung. Nach dem Wechsel führte ein Stellungsfehler von Tolga Cokkosan (50.) zum Ausgleich für die ansonsten unauffälligen Wuppertaler Angreifer, als der nicht gerade als Kopfballwunder berüchtigte Gaetano Manno zum 1:1 einnicken konnte. Die erneute Führung der Hausherren entsprang einer schönen Kombination über Patrick Huckle und Testspieler Joachim Osvold, die letztlich Amar Cekic (65.) von der Strafraumgrenze einnetzte. Der erneute Ausgleich nur sechs Minuten später war ein Geschenk von RWE-Keeper Robin Heller, der mittlerweile im Halbdunkeln einen Blackout hatte und Aleksander Pranjes bei einem Querpass die Kugel genau in den Lauf spielte. Die Wuppertaler, seit einer Woche erst wieder im Training, die sich am Sonntag Richtung Kemer ins Trainingslager verabschieden, kamen somit mit Minimalaufwand zu zwei Toren. Ein Ergebnis, dass Jan Siewert ungemein fuchste: "Da sind wir einfach zu grün in diesen Situationen, das müssen wir unbedingt abstellen." Dafür hat er noch eine Woche Zeit, am besten schon im nächsten Test am morgigen Sonntag in Hüls (15 Uhr, am Badeweiher) gegen den Nord-Regionalligisten VfB Lübeck.

Die Wuppertaler waren mit dem Test sehr zufrieden. Die Mannschaft konnte damit auch Geburtstagskind Stefan Vollmerhausen beschenken. Der WSV-Trainer wurde am Samstag nämlich 43 Jahre alt. "Das war ein wirklich guter Test auf einem gut bespielbaren Rasen. Wir haben natürlich sofort gemerkt, dass Rot-Weiss Essen ein anderes Kaliber ist als unsere Gegner in der Oberliga. Die Spielweise der Essener war schon ansehnlich. Doch unsere Jungs haben gut dagegen gehalten und einen ebenbürtigen Kampf geboten", resümierte Manuel Bölstler, Sportlicher Leiter des Oberliga-Spitzenreiters. Ein Sonderlob verteilte er an den Ex-Essener Daniel Grebe: "Er hat an seiner alten Wirkungsstätte gezeigt, warum wir ihn geholt haben. Er ist eine absolute Verstärkung für das Team. Aber auch die anderen wie Aleks Pranjes, der auch ein Tor erzielt hat, haben ihre Sache gut gemacht. Jetzt werden wir im Trainingslager am Feinschliff arbeiten." Am Sonntagmorgen geht es für den WSV nämlich für eine Woche in die Türkei.

Autor: Ralf Wilhelm/Krystian Wozniak

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