Nach drei Wochen steigt am kommenden Wochenende am Stoppenberger Hallo die Endrunde der Hallenstadtmeisterschaft Essen. 16 Teams kämpfen noch um den Titel.

Halle Essen

Niederwenigern will in die Geschichtsbücher

Hendrik Niebuhr
21. Januar 2016, 12:28 Uhr
Foto: Tillmann

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Nach drei Wochen steigt am kommenden Wochenende am Stoppenberger Hallo die Endrunde der Hallenstadtmeisterschaft Essen. 16 Teams kämpfen noch um den Titel.

In vier Gruppen á vier Mannschaften werden am Samstag ab 13 Uhr die acht Teilnehmer für den finalen Sonntag gesucht.

Historisches wollen dabei die Sportfreunde Niederwenigern schaffen. In der 21-jährigen Geschichte des Turniers gelang es noch keinem Team, den Titel zu verteidigen. Im Vorjahr hatte sich der Landesligist im Finale gegen den TuS 81 Essen-West durchgesetzt und somit den Pokal mit nach Hause genommen. "Wir wollen die erste Mannschaft sein, die den Titel verteidigt", redet Niederwenigerns Trainer Jürgen Margref nicht lange um den heißen Brei herum. Dabei sieht er Parallelen zum vergangenen Jahr: Damals taten sich die Sportfreunde in der Qualifikationsrunde schwer, diesmal wurde die Vorrunde beinahe zum Stolperstein. Überzeugend war dagegen der Auftritt in der Zwischenrunde am vergangenen Wochenende. "Vielleicht sind wir ja eine Turniermannschaft. Wir haben uns immer gesteigert, also warum soll uns nicht diesmal auch eine Überraschung gelingen?", meint Margref.

Etwas dagegen dürften allerdings die Gruppengegner der Hattinger haben. Oliver Vössing, Trainer von Bezirksligist TuS 84/10 Bergeborbeck, will Niederwenigern zumindest nicht zum Favoriten erklären: "Unter den letzten 16 Mannschaften in der Halle ist immer viel von der Tagesform abhängig. Ich glaube nicht, dass es einen klaren Favoriten gibt. Alle Mannschaften haben vier bis acht gute Hallenspieler." Gemeinsam mit Bergeborbeck balgen sich der Vogelheimer SV und A-Ligist AL-ARZ Libanon Essen um die beiden Endrundentickets.

Eine echte Hammergruppe stellt derweil die Gruppe A mit Oberligist SpVg Schonnebeck, Landesligist ESC Rellinghausen und den Bezirksligisten BW Mintard und dem VfB Frohnhausen dar. Mintards Trainer Marco Guglielmi lässt sich davon allerdings nicht einschüchtern: "Das ist schon eine sehr schwere Gruppe, aber wir können uns gegen starke Gegner besser motivieren. Gegen Werden und Türkiyemspor hatten wir zuletzt unsere Mühe." Die Mülheimer qualifizierten sich bereits im letzten Jahr für den Finaltag. "Wir wollen erneut unter die Top Acht", nennt Guglielmi, der Rellinghausen in der eigenen Gruppe favorisiert sieht, die eigene Zielsetzung.

Auf dem Papier am leichtesten erwischt hat es den amtierenden Vizepokalsieger TuS Esssen-West 81 in der Gruppe C. Der Landesligist trifft mit dem Heisinger SV, Phönix Essen und der SG Kupferdreh-Byfang ausschließlich auf A-Ligisten. Trainer Björn Matzel weiß zwar um die gute Ausgangslage, zugleich jedoch auch um das Risiko, das diese Auslosung birgt: "Jedes Team hat ein paar gute Zocker dabei. Es gibt immer die Gefahr, dass man nicht gut rein kommt und gegen Phönix ist es schon fast wie ein Derby. Das hat auch nichts mit Tiefstapelei zu tun, wir wollen auf jeden Fall am Sonntag dabei sein."

Bunt gemischt ist dagegen die Gruppe D. Regionalligist FC Kray trifft hier auf die Bezirksligisten SV Burgaltendorf und den SC Frintrop sowie A-Ligist TuS Essen-Holsterhausen.

Autor: Hendrik Niebuhr

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