Die Bezirksliga 9 Niederrhein darf sich in der kommenden Saison auf einen prominenten Neuzugang freuen. Mit dem TV Jahn Hiesfeld wird eine Mannschaft die Liga komplettieren, die in der letzten Spielzeit noch in der Landesliga aktiv war, über einen eigenen Masseur verfügt, und die mit Markus Feldhoff einen prominenten Ex-Trainer aufzuweisen hat.

Bezirksliga 9: Der TV Jahn Hiesfeld im Teamcheck

Devise: "Durchbeißen"

Moritz Rieckhoff
04. August 2007, 17:25 Uhr

Die Bezirksliga 9 Niederrhein darf sich in der kommenden Saison auf einen prominenten Neuzugang freuen. Mit dem TV Jahn Hiesfeld wird eine Mannschaft die Liga komplettieren, die in der letzten Spielzeit noch in der Landesliga aktiv war, über einen eigenen Masseur verfügt, und die mit Markus Feldhoff einen prominenten Ex-Trainer aufzuweisen hat.

Der 32-jährige Bundesliga-Kicker (Leverkusen, Wolfsburg, Uerdingen, Gladbach, Cottbus) wird in der kommenden Spielzeit noch einmal in der 2. Bundesliga seine Schuhe schnüren und hat das Trainer-Amt zum Ende der letzten Saison an den Nagel gehängt. Als Nachfolger präsentierte der Klub unlängst Frank Saborowski. Eine Woche vor dem Startschuss zur kommenden Spielzeit gewährt der 40-jährige Fußball-Lehrer Einblicke in die Befindlichkeiten seines Teams und spricht über die Stärken und Schwächen der Lila-Weißen. [b]Der Teamcheck:[/b]

Tor: Mit Dany Hodak und Burak Aydin verfügt Saborowski über zwei eben so junge wie talentierte Ballfänger. Der 22-jährige Hodak stand in der Landesliga-Saison im Kasten der Dinslakener und wird nun auch als Nummer 1 in die Bezirksliga-Saison gehen. Dennoch weis der in Dinslaken geborene Coach: "Hodak wird seine Leistung Spiel für Spiel bestätigen müssen. Burak ist ein hoch talentierter junger Mann. Zwar spielt er momentan für unsere zweite Elf, das Zeug für unsere Erste hätte aber auch er allemal.“ Der Linienchef bilanziert: "Auf der Torwartposition befinden wir uns ohne Zweifel im oberen Drittel der Liga."

Abwehr: In der Defensive steht dem TV Jahn durch die schwere Verletzung (Bandscheibenvorfall) von Tim Schürmann ein herber Verlust ins Haus. Der Defensivspezialist war in der vergangenen Saison gesetzt und wird in der Viererabwehrkette nicht so leicht zu ersetzen sein. Dennoch glaubt der gelernte Industriekaufmann Saborowki in Person von Dennis Vukancic und Michael Reich zwei ebenbürtige Trümpfe in der Hinterhand zu haben: „Natürlich fällt mit Tim ein ganz wichtiger Akteur aus. Dennoch denke ich, dass gerade Leute wie Dennis und Michael die Kohlen aus dem Feuer holen können.“ Der Übungsleiter ergänzt: „Diese Fähigkeit hat bei uns im übrigen jeder Akteur. Meine Stammformation kann sich schnell ändern. Sollte einer seine Leistung über einen gewissen Zeitraum nicht bringen, werde ich keine Probleme haben, den Spieler auf die Bank zu setzen.“

Mittelfeld: Auch in der Zentrale ist der Landesliga-Absteiger breit besetzt. Fast alle Akteure verfügen bereits über Landesliga-Erfahrung. Die Vorbereitung seines Teams hat der Coach wohlwollend zur Kenntnis genommen. Sein Fazit: „Von unseren Mittelfeld-Akteuren hat mich keiner enttäuscht. Alle haben ihre Leistung gebracht.“ Die wichtige Position des „6ers“ bekleidet erst einmal Valentin Grgic. Saborowski: „Valentin ist ein ganz starker Junge“. Dennoch betont der Familienvater: „Einen Freifahrtschein hat aber niemand im Team. Auch andere Leute können diese Position spielen.“

Hier denkt der passionierte Golfspieler vor allem an den 18-jährigen Mustafa Bensfia, der aus der eigenen Jugend in den Kader aufgerückt ist und der, wenn er spielen wird, wahrscheinlich erst einmal für defensivere Aufgaben vorgesehen ist. Auch dem ebenfalls gerade volljährig gewordenen Sascha Neuland traut Saborowski bereits jetzt einiges zu: „Sascha hat sehr viel Talent. Wenn er fleißig trainiert, traue ich ihm auch in der Bezirksliga viel zu.“ Als erfahrenen „Lenker“ kann der Sportliche Leiter auf Neuzugang Almir Duric zurückgreifen. Der Mittelfeld-Allrounder kommt von Olympia Bocholt zu den Dinslakenern und wird nach seinem Urlaub in dieser Woche zum Kader stoßen.

Sturm: Im Sturm ist nur Erkan Sevinic gesetzt. Ansonsten gilt auch hier die Devise „Durchbeißen“. Neuzugang Miroslav Petric, der vom Verbandsliga-Aufsteiger GSV Moers an den unteren Niederrhein kommt, weilt noch im Urlaub. Saboroski: „Auf diesen Neuzugang bin ich gespannt. Er wird unser Team mit Sicherheit verstärken.“ Dennoch will sich Saborowski nicht festlegen: „Auch hier sind wir breit aufgestellt. Wer neben Erkan stürmen wird, entscheide ich kurzfristig.“

Saisonziel: Als Favorit sieht der in Hünxe lebende Trainer sein Team nicht: „Ich denke da eher an die Weseler Zebras, Bottrop oder Lackhausen“, schiebt der Teamchef die Favoritenrolle weit weg. Seine Elf betreffend formuliert der Coach vorsichtig: „Wir wollen oben mitspielen. Wenn dabei der Aufstieg rauskommen sollte, nehmen wir ihn natürlich gerne mit.“

Verein:

Platzanlage: Die Heimspiele bestreiten die „Veilchen“ im Stadion Am Freibad. Die städtische Bezirkssportanlage verfügt über einen Rasen- und einen Ascheplatz. Wo gespielt wird, entscheidet das Wetter. Das Fassungsvermögen der Platzanlage beträgt 5000 Personen.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/003/567-3610_preview.jpeg Soll die Festung der "Veilchen" werden:Das Stadion Am Freibad[/imgbox]

Vereinumfeld: Der TV Jahn Hiesfeld wurde 1906 gegründet und spielte 1985 für eine Saison in der Verbandsliga. Die Jugend des Klubs ist von den Bambinis bis zur A-Jugend durchgängig besetzt. In der Kreisliga B geht die Zweitvertretung der Lila-Weißen auf Torejagd. In der Fußballabteilung organisieren sich knapp 900 Personen.

Fieberkurve: Von 2000 bis 2005 spielte der Klub in der Bezirksliga. Ein Jahr vor dem 100-jährigen Geburtstag gelang der Sprung in die Landesliga. Die letzte Saison endete mit dem Abstieg in die Bezirksklasse.

Autor: Moritz Rieckhoff

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