Der Lüner SV zieht bei den Hallen-Stadtmeisterschaften in Lünen in der Regel den meisten Spott auf sich. Diesmal ging es den Verantwortlichen aber zu weit.

Lüner SV

Üble Beleidigungen - Verein will nach Dortmund

Marian Laske
18. Januar 2016, 14:24 Uhr
Foto: Tim Müller

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Der Lüner SV zieht bei den Hallen-Stadtmeisterschaften in Lünen in der Regel den meisten Spott auf sich. Diesmal ging es den Verantwortlichen aber zu weit.

Das Finale der Lüner Hallen-Stadtmeisterschaft hat der Lüner SV mit 2:5 gegen Westfalia Wethmar verloren. Doch Trainer Mario Plechaty ärgerte sich noch über etwas ganz anderes. Während der Titelkämpfe wurde seine Mannschaft massiv beleidigt - teilweise rassistisch - ein Spieler wurde mit einem Becher beworfen. Die Verantwortlichen des LSV überlegen deswegen, im nächsten Jahr bei der Dortmunder Hallen-Stadtmeisterschaft anzutreten. Dies wäre möglich.

"Die Stimmung war extrem, schon in der Vorrunde. Die Turnierleitung hätte eingreifen müssen. Es wurden Wörter gerufen, die man nicht mal so reinschreit, die kann man als rassistisch beschreiben. Das hat den Tag kaputtgemacht. Aggressivität gehört dazu, aber nicht unter der Gürtellinie", sagt Plechaty und ergänzt: "Was da so abgelaufen ist, hat mir nicht gefallen. Ich ziehe den Hut vor meinen Spieler, dass sie ruhig geblieben sind. Ich kenne Dortmund gut, da ist das besser."

Auch sportlich gefällt dem LSV-Trainer das Niveau nicht: "Die Vorrunde war sehr schlecht. Das ist die Frage: Tust du dir sowas an? In Dortmund ist die Stadtmeisterschaft ein Erlebnis, da haben die Spieler Bock drauf."

Autor: Marian Laske

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