Eine Schlägerei zwischen Spielern der Vereine Juspo Altenessen und FC Stoppenberg hat am vergangenen Sonntag für einen Eklat bei der Essener Hallenstadtmeisterschaft gesorgt.

Halle Essen

Stoppenberg suspendiert Hallen-Schläger

Martin Herms
13. Januar 2016, 15:21 Uhr
Foto: Tillmann

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Eine Schlägerei zwischen Spielern der Vereine Juspo Altenessen und FC Stoppenberg hat am vergangenen Sonntag für einen Eklat bei der Essener Hallenstadtmeisterschaft gesorgt.

90 Sekunden vor dem Ende des Duells der beiden B-Ligisten eskalierte die Situation auf dem Parkett der Bergeborbecker Sporthalle und es flogen die Fäuste. Unrühmlicher Höhepunkt der Eskalation war die Aktion eines Stoppenberger Spielers, der versucht hatte, seinen am Boden liegenden Gegenspieler vor den Kopf zu treten. Zum Glück aus Sicht des Opfers traf der Angreifer nicht.

Wenn tatsächlich rassistische Ausdrücke gefallen sind, ist das natürlich traurig. Es rechtfertigt aber nicht, dass unsere Spieler gewalttätig wurden
Thomas Spitz

Nichtsdestotrotz hat die Prügelei für zwei Akteure des FC Stoppenberg nun ein Nachspiel. Dona Pradel Datchoua Wonthieu und Romeo Teka wurden von ihrem Verein suspendiert und müssen sich am 25. Januar vor der Kreisspruchkammer verantworten. "Wir distanzieren uns eindeutig von den Vorfällen in der Halle. Ich kann jetzt schon versichern, dass wir jedes Urteil der Spruchkammer akzeptieren", erklärt der erste Vorsitzende der Grün-Weißen, Thomas Spitz. Für den Funktionär spielen dabei auch die angeblichen Rassismus-Vorwürfe keine übergeordnete Rolle. Die beiden dunkelhäutigen Akteure hatten nach dem Vorfall beteuert, von Juspo-Spielern aufgrund ihrer Hautfarbe beleidigt worden zu sein. "Wenn tatsächlich rassistische Ausdrücke gefallen sind, ist das natürlich traurig", betont Spitz. "Es rechtfertigt aber nicht, dass unsere Spieler gewalttätig wurden."

Für die Verantwortlichen des FC Stoppenberg ist der Vorfall umso bedauerlicher, da der Verein in der jüngeren Vergangenheit für seine integrative Arbeit Lob von allen Seiten erhalten hat. Im letzten Jahr wurde der Verein für die Integration von Flüchtlingen mit dem Solidaritätspreis ausgezeichnet. "So eine Aktion wirft uns zwei bis drei Jahre zurück, aber deshalb werden wir nicht von unserem Weg abweichen", sagt Spitz, der neben der Freistellung der besagten Spieler weitere Maßnahmen ergriffen hat. So hat es bereits ein Gespräch mit der Mannschaft gegeben, in dem sich der Verein auf die jüngst vom Essener Sportbund (Espo) ins Leben gerufene Selbstverpflichtung gegen Gewalt im Sport bezog. "Wir haben dieses Dokument wie alle anderen 80 Vereine in den zwei Fußballkreisen unterschrieben. Daran werden wir uns auch in Zukunft halten, um die Gewalt im Amateurfußball zu bekämpfen", bekräftigt Spitz.

Autor: Martin Herms

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