Diese Fünfergruppe versprach schon im Vorfeld brisante Duelle.

Halle Essen

Schlägerei überschattet den Budenzauber

Krystian Wozniak
10. Januar 2016, 14:01 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Diese Fünfergruppe versprach schon im Vorfeld brisante Duelle.

Die Ballfreunde Bergeborbeck, TuRa 86 Essen, FC Stoppenberg, Juspo Altenessen und die SG Altenessen kämpften in einigen Derbys um drei Fahrkarten für die Zwischenrunde am kommenden Wochenende.

Den Kampf nahmen leider einige Akteure des FC Stoppenberg zu wörtlich. In ihrem abschließenden Gruppenspiel gegen Juspo Altenessen, in dem sie 90 Sekunden vor dem Ende mit 5:1 in Führung lagen, eskalierte es auf dem Parkett. Nach einem Frustfoul eines Spielers von Juspo Altenessen erhitzten sich die Gemüter.

Schnell kam es zu einer Rudelbildung auf dem Parkett, die Fäuste flogen und das Spiel wurde abgebrochen, weil die Juspo-Akteure von ihrem Trainer in die Kabine geschickt wurden. "Solche Szenen braucht der Fußball nicht. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was da passiert ist. Für mich war sofort klar, dass wir die 90 Sekunden nicht zuende spielen werden", sagte Sylwester Januszewski, Trainer der Altenessener.

Die rund 600 Zuschauer in der Bergeborbecker Halle waren ebenfalls fassungslos. Vor allem eine Szene dürfte den Fußballfreunden in Erinnerung bleiben. Nachdem sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, stürmte plötzlich ein weiterer Stoppenberger Spieler von der Ersatzbank in Richtung der Juspo-Akteure, zog sich das Trikot vom Leib und zeigte sich kampfbereit vor den Kontrahenten.

Zum ersten Mal habe ich mich als Offizieller schämen müssen. Das ist eine Schande
Kai Kammer

Zum Glück konnte er von den herumstehenden Personen zurückgehalten werden. Stoppenbergs Kai Kammer erklärte mit Blick auf die Geschehnisse: "Ich bin seit 30 Jahren im Fußballgeschäft, aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Zum ersten Mal habe ich mich als Offizieller schämen müssen. Das ist eine Schande. In den letzten Tagen hat zum Beispiel Wacker Bergeborbeck ein Spiel mit 0:16 verloren und sich vorbildlich verhalten. Meine Mannschaft führt 5:1, verabschiedet sich sportlich sehr gut aus dem Turnier, doch plötzlich brennen einigen Jungs die Sicherungen durch. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin fassungslos, sprachlos, schockiert."

Der Schiedsrichter griff nach diesen Tumulten ebenfalls durch und verteilte munter Rote Karten.

Autor: Krystian Wozniak

Kommentieren