Am kommenden Freitag (15. Januar) startet die nächste Staffel der RTL-Dschungel-Show

Dschungelcamp

"Wenn, dann fürchten sich Tiere vor Legat"

Krystian Wozniak
11. Januar 2016, 08:49 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Am kommenden Freitag (15. Januar) startet die nächste Staffel der RTL-Dschungel-Show "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" Mit von der Partie: Thorsten Legat.

Der 47-Jährige ist aktuell Trainer des Landesligisten FC Remscheid. Schon im November brodelte die Gerüchteküche um die mögliche Dschungelcamp-Teilnahme des 243-fachen Bundesligaspielers. "Ich wüsste mehr, wenn ich es wüsste", sagte Legat in Bezug auf die Gerüchte im Interview mit dem Remscheider Online-Stadtfernsehen rs1.tv. "Ich bin genauso verwundert wie jeder andere auch. Ich kann das kommentarlos nicht beantworten, was soll ich jetzt sagen?"

Am 8. Januar war es dann soweit: Legat wurde offiziell als einer der zwölf Kandidaten für das RTL-Dschungelcamp 2016 vorgestellt. FUNKE Sport sprach mit dem Ex-Profi über die Hintergründe seiner Teilnahme, den unbändigen Siegeswillen und Legats härtesten Gegner: Die Flugangst.

Thorsten Legat, wie groß ist die Vorfreude oder Nervosität auf Australien?
Ein Thorsten Legat ist weder nervös, noch hat er Angst. Er freut sich einfach auf diese einzigartige Herausforderung. Ich will einfach sehen, wo meine Grenzen liegen. Deshalb auch die Teilnahme an diesem Projekt.

Da werden jetzt viele einhaken und sagen: 'Er macht das doch nur wegen der Kohle'. Was sagen Sie diesen Kritikern?
Das ist einfach lachhaft. Ich war 15 Jahre Fußballprofi und habe genug Geld verdient. In Deutschland sind 80 Prozent der Menschen Neider. Eigentlich wollen sie alle im Rampenlicht stehen, aber haben es nicht geschafft. Ich bin im Blickpunkt und werde beneidet. Ich kann damit sehr gut leben. Mein Leben ist authentisch und realistisch.

Wenn Sie das nicht des Geldes wegen machen, dann können Sie uns doch Ihre Gage verraten...
(lacht) Über Geld spricht man nicht.

Vor rund zwei Monaten haben Sie die Teilnahme am Dschungelcamp 2016 noch dementiert. Seit wann steht eigentlich fest, dass Sie in den Dschungel gehen?
RTL hat bei mir schon vor fünf Monaten angefragt. Ich musste nicht lange überlegen. Denn so eine Herausforderung gibt es kein zweites Mal. Aufgrund der Vertragsinhalte durfte ich nichts sagen.

Hatten die Verantwortlichen des FC Remscheid keine Einwände bezüglich der Dschungelcamp-Teilnahme ihres Trainers?
Nein, warum auch? Das Dschungelcamp verfolgen über sechs Millionen TV-Zuschauer. Eine bessere Werbung gibt es doch gar nicht für den Verein. Der Trainer des FC Remscheid ist im Dschungelcamp! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Die ganze Remscheider Fraktion stand vom ersten Tag an hinter mir. Sie wussten bei meiner Unterschrift, worauf sie sich einlassen. Ich hoffe, dass alle FCR-Fans fleißig für Thorsten Legat anrufen.

Wer wird denn in Ihrer Abwesenheit das Remscheider Training leiten?
Mein Co-Trainer Dirk Abel wird alles im Griff haben und den Jungs Beine machen. Am 2. Februar bin ich zurück und dann gibt es richtig Kasalla. [infobox-right]FCR-Geschäftsführer Lothar Steinhauer: "Leider durften wir nichts sagen bzw. mussten es sogar abstreiten, was uns nicht leicht fiel, aber bereits als wir den Vertrag mit Thorsten unterschrieben haben, liefen die Verhandlungen und wir waren informiert. Es wurde jedoch Stillschweigen vereinbart."[/infobox]

Zurück zum Dschungel: Auf wen freuen Sie sich ganz besonders im Camp?
Jürgen Milski ist ein super Typ. Wir haben schon einige gemeinsame Events hinter uns.

Glauben Sie, dass Sie den Kandidaten in irgendeiner Form helfen können?
Na klar! Ich war Profi und lebe immer noch wie ein Profi. So wie ich mich einschätze, kann ich für alle im Camp ein Vorbild sein. Ich bin ein Kämpfer und Teamplayer. Eigentlich prädestiniert für das Dschungelcamp.

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Ein Teamplayer, der aber am Ende ganz oben stehen will, oder?
Ich bin noch nie mit einem anderen Gedanken in ein Spiel gegangen. Ein Thorsten Legat will immer gewinnen - auch das Dschungelcamp 2016!

Haben Sie vor irgendwelchen Tieren Angst oder ekeln Sie sich vor etwas?
Wer meine Biographie ‚Wenn das Leben foul spielt' gelesen hat, der weiß, dass mich auf dieser Welt nichts mehr einschüchtern kann. Ich habe vor nichts und niemandem Angst. Wenn, dann müssen sich die Tiere im Dschungel schon vor Thorsten Legat fürchten.

Die Frage, ob wir von Ihnen den Satz "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" zur Aufgabe hören, der dürfte sich dann erübrigt haben...
Das können Sie so stehen lassen. Ich habe noch nie aufgegeben und werde mich nie unterkriegen lassen. Das habe ich unter meinem Mentor Hermann Gerland gelernt und verinnerlicht.

Aus der Fußball-Branche waren ja schon Ailton und Ihr ehemaliger Teamkollege Eike Immel im Dschungel. Haben Sie sich da eigentlich Tipps geholt?
So etwas mache ich nicht und ich möchte mit diesen Personen auch nicht verglichen werden. Beide haben das nur aus einem Grund gemacht: Geld. Das ist bei mir nicht der Fall. Ich bin alles andere als pleite. Mit Eike habe ich ein Jahr beim VfB Stuttgart gespielt. Als ich ihn im Dschungel gesehen habe, konnte ich nicht glauben, wer da sitzt. Er wirkte wie ein alter Mann. Das war erschreckend. Mitleid verspüre ich jedoch nicht, da jeder seinen eigenen Weg im Leben geht und für alles selbst verantwortlich ist.

In dieser Staffel werden die Kandidaten im Vorfeld des Camps nicht wie sonst gewohnt in einem Luxushotel untergebracht. Ist das ein Problem für Sie?
Ich bin auf der Straße groß geworden und musste früh lernen, wo ich Essen und Kleidung finde. Für mich ist das absolut kein Problem.

Am Samstagmorgen ging es ins rund 16.000 Kilometer entfernte Australien. Fliegen Sie solche Strecken eigentlich gerne?
Überhaupt nicht. Ich habe Flugangst und das ist das einzig schlimme am Dschungelcamp. Die Flüge werden meine größte Herausforderung sein. Wir fliegen von Frankfurt über London und Singapur nach Brisbane, da muss ich einige Male in den Flieger steigen. Nur davor habe ich Bammel.

Woher kommt diese Flugangst?
Als ich bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag stand, sind wir zu einem Spiel im damaligen UI-Cup geflogen und ich habe wegen Turbulenzen das ganze Flugzeug voll gekotzt. Ich konnte nicht mehr. Ich sah aus wie eine Leiche. Da habe ich unserem damaligen Trainer Jupp Heynckes gesagt, dass ich nie mehr fliegen werde. Inzwischen weiß ich: Man sollte niemals nie sagen.

Wie wollen Sie diese Flüge überstehen?
Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder haue ich mir Valium oder eine Pulle Whiskey rein. Vielleicht mit Jürgen Milski (lacht).

Autor: Krystian Wozniak

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