Rot-Weiß Oberhausen kann in der Rückrunde auf vier 'interne Neuzugänge' zurückgreifen. Einer von ihnen hat ein schweres Jahr hinter sich.

RWO

Nakowitsch greift nach Seuchenjahr wieder an

Martin Herms
07. Januar 2016, 09:37 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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Rot-Weiß Oberhausen kann in der Rückrunde auf vier 'interne Neuzugänge' zurückgreifen. Einer von ihnen hat ein schweres Jahr hinter sich.

[person=6743]Kai Nakowitsch[/person] nahm einen kräftigen Schluck aus der Pulle und wischte sich die Schweißperlen aus dem Gesicht. Das intensive Vormittags-Training am Mittwoch auf dem Oberhausener Trainingsgelände hatte merkliche Spuren beim wiedergenesenen Abwehrspieler hinterlassen. Seit drei Tagen steht der Sommer-Neuzugang von Rot-Weiss Essen wieder mit seinen Teamkollegen auf dem Platz. Zuvor musste der 21-Jährige drei Monate aufgrund eines Innenbandrisses pausieren. „Ich bin körperlich noch nicht bei 100 Prozent, deshalb sind die Einheiten natürlich umso anstrengender“, räumt Nakowitsch ein.

Die schwere Knieverletzung, die sich der Blondschopf Anfang Oktober im Niederrheinpokal zuzog, war der traurige Höhepunkt eines für ihn unbefriedigenden Jahres. Bei seinem Heimatverein RWE war er im Frühjahr nicht mehr gefragt und entschied sich deshalb, das Angebot der Oberhausener anzunehmen. Bei den Essener Fans kam der Wechsel des Eigengewächses zum verhassten Ligarivalen alles andere als gut an. Nakowitsch sah sich im Sommer Anfeindungen der RWE-Anhängerschaft ausgesetzt, die ihm auch den Einstand bei seinem neuen Verein erschwerten. Als sich Nakowitsch bei den Kleeblättern akklimatisierte folgten eine unberechtigte Rote Karte und die verletzungsbedingte Zwangspause. „Es war kein einfaches Jahr für mich. Zuletzt war das Glück einfach nicht auf meiner Seite“, weiß der gebürtige Essener, der in der Hinrunde nur auf sechs Einsätze in der Regionalliga kam.

Dass die sportliche Führung um Frank Kontny auf Wintertransfers verzichten wird, liegt freilich auch an Nakowitsch. Zusammen mit Tim Hermes, Paul Voß und Robert Fleßers zählt er zu den vier internen Neuzugängen im Kader von Trainer Andreas Zimmermann, die RWO möglichst lange in der Spitzengruppe halten wollen. Nakowitsch erweckt derzeit den Eindruck, als seien die hohen Erwartungen an seine Person nicht unbegründet. „Ich bin schmerzfrei und wieder frei im Kopf. Wenn ich in diesem Jahr vom Pech verschont bleibe, geht es für mich hoffentlich wieder aufwärts.“ Unglücklicher als im Jahr 2015 kann es wohl ohnehin nicht laufen.

Autor: Martin Herms

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