Das Team der Stunde in der Oberliga Nord heißt Herner EV.

Herner EV

Sechs Punkte sind fast schon Pflicht

07. Januar 2016, 09:07 Uhr
Foto: Joachim Haenisch / FUNKE-Foto-Services

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Das Team der Stunde in der Oberliga Nord heißt Herner EV.

Seit einem 2:5 am 23. Oktober bei den Füchsen Duisburg hat das Team von Coach Frank Petrozza nicht mehr in der regulären Spielzeit verloren, im genannten Zeitraum gingen 14 von 16 Spielen an die Gysenberger, aktuell belegt der HEV Rang fünf.

Somit gelang der Sprung in die sehr eng gestaffelte Spitzengruppe der Liga. Wichtig sind da vor allem Punkte in den direkten Duellen gegen die „Top 9“. Auch da schlug sich der HEV zuletzt mit Bravour. Beim EHC Neuwied siegten die Grün-Weiß-Roten am Sonntag mit 3:2 nach Penaltyschießen. „Eigentlich wollte ich dort drei Punkte. Nach den ganzen Unterzahlspielen kurz vor Schluss und in der Overtime kann ich nun aber auch mit zwei Zählern zufrieden sein“, sagt Petrozza.

Zwei Spiele in 24 Stunden

Am nun folgenden Wochenende sollten es aber angesichts der eigenen Ansprüche schon sechs Punkte sein. Die Gegner sind der Tabellenzehnte Rostock Piranhas (Freitag, 20 Uhr, Gysenberghalle) und der Vorletzte FASS Berlin (Samstag, 19 Uhr, Erika-Heß-Halle). Da hofft Petrozza auch auf die ersten Treffer seinen jüngsten Neuzugangs Hugo Turcotte, der kürzlich den langzeitverletzten Jakub Rumpel (Kreuzbandriss) als Kontingentstürmer ersetzte. „Er hat noch ein bisschen Rückstand, weil er zuvor vier Wochen nicht gespielt hat. Unabhängig davon erwarte ich mindestens gegen Rostock einen harten Kampf. Wir sollten uns aber nicht spezifisch auf den Gegner einstellen, sondern auf unser Spiel achten“, erklärt der Trainer. Der seine Jungs in der Nacht vor der weiten Fahrt gen Hauptstadt aber erst einmal noch zuhause ruhen lässt: „Wir fahren erst am Samstagmorgen um halb zehn hier los. Wir sind ja schließlich ein kleiner Verein“, meint der Italo-Kanadier, um dann aber schnell ein „der sich aber auf einem guten Weg befindet“ nachzuschieben.

Zuschauerzahlen steigen weiter

Und das beweist nicht nur ein Blick auf die Tabelle, sondern auch die Einsicht in die Zuschauerstatistik. Da steht der HEV aktuell bei 1.192 Besuchern pro Spiel, was zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine weitere Steigerung von knapp 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Und jeweils ein traditionell gut besuchtes Revierderby gegen die Moskitos Essen und die Füchse Duisburg steht ja auch noch an. „Wir spielen in Herne attraktives und gutes Eishockey, das fällt den Zuschauern immer mehr auf“, freut sich Petrozza. Mal sehen, wie voll der Gysenberg am Freitagabend wird...

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