Als die RWE-Torhymne in der Sporthalle Mülheim ertönte, staunten die Rot-Weissen auf dem Rasen nicht schlecht.

NRW Traditionsmasters

Verwunderte RWE-Anhänger

03. Januar 2016, 13:56 Uhr
Foto: Tillmann

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Als die RWE-Torhymne in der Sporthalle Mülheim ertönte, staunten die Rot-Weissen auf dem Rasen nicht schlecht.

Denn mit so viel Stimmgewalt aus dem Essener Lager hatte wohl niemand gerechnet. "Es hat uns riesig gefreut, dass uns so viele Fans unterstützt haben", freute sich Essens Keeper Frank Kurth. Dem 53-Jährigen wurde beim NRW Traditionsmasters eine besondere Ehre zu Teil. Die Turnierleitung wählte den 246-fachen Zweitliga-Spieler zum besten Torhüter des Turniers. "Da das ausschließlich Fußball-Fachleute entschieden haben, wird das wohl auch stimmen", sagte Kurth mit einem Lachen.

Der Keeper gilt seit eh und je bei den Essener Fans als Publikumsliebling. Sein Wort hat Gewicht und so dürfte der kleine Seitenhieb in Richtung der ersten Mannschaft seine Wirkung erzielen.

Die Essener, die sich heimlich, still und leise bis ins Endspiel des Traditionsmasters gespielt hatten, entpuppten sich als wahre Minimalisten. Lediglich fünf Tore schoss die Mannschaft von Teammanager Dieter Bast im gesamten Turnier. "Wir haben uns darauf konzentriert tief zu stehen und dann zu schauen, dass wir nach vorne gefährlich werden", zeigte Kurth die Taktik auf und Michael Lorenz ergänzte: "Wir haben die typischen Essener Tugenden an den Tag gelegt und konnten damit auch unsere Fans mitreißen."

Da konnte sich der Schlussmann einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. "Es ist schön zu sehen, dass der Hafenstraßen-Fußball bei uns Alten Herren Erfolg hat", sagte er zwinkernd und spannte wieder den Bogen zu den Fans: "Die wussten bestimmt nicht, wie ihnen geschieht. Auf einmal gewinnt ihre Mannschaft und es gibt etwas zu feiern."

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