Der letzte Treffer war dem Spieler vorbehalten, der in der Mülheimer Sporthalle den ersten großen Auftritt hatte.

NRW Traditionsmasters

"Asa"wahrt den Familienfrieden

02. Januar 2016, 20:06 Uhr
Foto: Tillmann

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Der letzte Treffer war dem Spieler vorbehalten, der in der Mülheimer Sporthalle den ersten großen Auftritt hatte.

Quasi mit der Schlusssirene erzielte Gerald Asamoah den 3:1-Endstand für seine Schalker, die mit dem Triumph über Rot-Weiss Essen den Titel beim NRW Traditionsmasters verteidigten. „Damit hat er seinen Einsatz gerechtfertigt“, sagte Martin Max bei der Siegerehrung lachend.

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„Asa“ selbst war dann letztlich auch froh, dass er zuhause einen Grund vorlegen konnte, warum er statt einen Ausflug mit der Familie zu machen zum Hallenspektakel nach Mülheim gefahren war. Dort hatte ihn das Gros der 2.500 Zuschauer in der abermals ausverkauften RWE-Sporthalle in Mülheim mit tosendem Applaus empfangen. Wenngleich er etwas zu spät in die Halle getrottet kam. „Den Anruf von Olaf Thon habe ich erst am Morgen bekommen. Eigentlich war ein Familientag geplant“, konnte sich auch Schalkes Publikumsliebling das Lachen nicht verkneifen.

Und auch bei den tragischen Helden in Rot und Weiss war die Laune nach dem Abpfiff wieder im grünen Bereich. Frank Kurth, von der Turnierleitung zum besten Keeper des Turniers gekürt, hatte ohnehin seinen ganz persönlichen Erfolg, den er genießen durfte.

Die Ehrung hatte sich Kurth insbesondere deswegen verdient, weil er im Halbfinale gegen die Mülheim ALL STARS zwei Neunmeter entschärft und seiner Mannschaft somit den Weg ins Endspiel geebnet hatte. Die Hobbytruppe aus der Gastgeberstadt hatte sich zu diesem Zeitpunkt zum Favoriten auf den Turniersieg gemausert. Nicht nur das 6:2 in der Vorrunde gegen Schalke 04, sondern auch die Tatsache, dass die Mannschaft um Willi Landgraf satte 14 Treffer in der Gruppenphase erzielt hatte, hatte den Mülheimern Respekt verschafft. „Hätte ich meine Neunmeter nicht beide verschossen, wäre das Turnier für uns auch viel besser ausgegangen“, scherzte der Rekord-Zweitligaspieler nach dem Halbfinale.

Für die Nerven wäre ein anderer Verlauf besser gewesen
Martin Max, FC Schalke 04

Dass die Vorrunden-Begegnung gegen den vermeintlichen Underdog, der die Einteilung mit Borussia Mönchengladbach, dem 1. FC Köln und Titelverteidiger Schalke als „Hammerlos“ betitelt hatte, nahezu desaströs ausgegangen war (6:2 für Mülheim), lag nach Meinung von Martin Max daran, dass das Team der Königsblauen im Laufe des Turniers nicht nur als Einheit, sondern auch emotional gewachsen sei. „Das sollte ja im besten Fall genau so passieren“, ergänzte der „Eurofighter“, schloss aber an: „Für die Nerven wäre mir ein anderer Verlauf wesentlich lieber gewesen.“

Das hätte Gerald Asamoah, der mit den Gedanken bei seine Familie war, ohne zu zögern unterschrieben.

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