Was Amateurfußballer von Mitspielern verlangen, was ein Profi auf dem Bolzplatz gefragt wird – und was sonst so auffiel. Die besten Sportsprüche 2015.

Rückblick 2015

Das sind die besten Sportsprüche

Peter Müller
01. Januar 2016, 16:50 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Was Amateurfußballer von Mitspielern verlangen, was ein Profi auf dem Bolzplatz gefragt wird – und was sonst so auffiel. Die besten Sportsprüche 2015.

Die Deutsche Akademie für Fußballkultur prämiert alljährlich den „Fußballspruch des Jahres“. 2015 ging der erste Preis an den österreichischen Abwehrspieler Sebastian Prödl. Der frühere Bremer, mittlerweile beim FC Watford in England, sagte vor Werders Gastspiel beim FC Bayern: „München ist wie ein Zahnarztbesuch. Muss jeder mal hin. Kann ziemlich weh tun. Kann aber auch glimpflich ausgehen.“ Wir verneigen uns vor Prödl und gestatten uns weitere Auszeichnungen. Da war beispielsweise. . .

. . . der Dialog des Jahres – geführt im ZDF-Studio nach dem Champions-League-Spiel von Bayer Leverkusen gegen den FC Barcelona. Experte Oliver Kahn: „Ter Stegen hält den mit einem Weltklassereflex. Das hat mich schon an jemanden erinnert.“ Moderator Oliver Welke: „Den jungen Jens Lehmann, oder?“

. . . der Zwischenruf des Jahres – aufgeschnappt in der Essener 11-Freunde-Bar bei einer Champions-League-Übertragung: „Der hat schon Rot!“

. . . der Vergleich des Jahres – Dressurreiterin Isabell Werth über ihren einst unzuverlässigen Wallach Don Johnson: „Das ist bei Männern so, dass sie ein bisschen länger brauchen, bis sie vernünftig werden.“

. . . der FC-Bayern-Experte des Jahres – „skyhai90“ twitterte: „Lewandowski soll beim Dosenwerfen auf der Wiesn nur einmal getroffen haben. Sammer will ihm nun den Schlendrian austreiben.“

. . . die Beobachtung des Jahres – im 11-Freunde-Liveticker während Borussia Dortmunds mit 0:3 verlorenem Champions-League-Spiel gegen Juventus Turin: „Was die Kameras nicht zeigen: In der Dortmunder Hälfte sitzt Andrea Pirlo auf einem Klappstuhl und angelt.“

. . . die Aufforderung des Jahres – Amateurfußballer zum Mitspieler in der Halbzeitpause: „Mach das, was du kannst – geh duschen!“

. . . der Witz des Jahres – erzählt vom ehemaligen Fifa-Mediendirektor Walter de Gregorio: „Fifa-Präsident Sepp Blatter, sein Kommunikations-Chef und der Generalsekretär sitzen im Auto. Wer fährt? Die Polizei!“

. . . die Analyse des Jahres – Skistar Felix Neureuther bei der WM in den USA nach zwei Slalom-Durchgängen: „The first run was a Gegurke.“

. . . das Wortspiel des Jahres – der frühere Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar über den Abstimmungserfolg der Hamburger Olympiagegner: „Hamburg meine Perle vor die Säue geworfen.“

. . . die Frage des Jahres – sie wurde dem Hannoveraner Bundesligaprofi Manuel Schmiedebach gestellt, nachdem er sich bei schönem Wetter spontan einer Bolzplatzgruppe angeschlossen hatte: „Spielst du eigentlich im Verein?“

. . . die Erkenntnis des Jahres – von Borussia Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nach dem 1:1 gegen Hoffenheim: „Wir haben ein bisschen um den heißen Brei gespielt.“

. . . die Logik des Jahres – aufgeschnappt auf Schalkes Pressetribüne nach dem ersten Einsatz des jungen Torwarts Timon Wellenreuther: „Der hat bestimmt noch einen Bruder, der Simo heißt.“

. . . der Sprachakrobat des Jahres – klare Sache, Bochums Kultfußballer Thorsten Legat kommt als Trainer des Landesligisten FC Remscheid dreimal in unsere Auswahl. Platz drei: „Die Einstellung ist immer Fakt.“ Platz zwei: „Ich kann in den Köpfen der Spieler sagen, dass sich hier in Remscheid andere Zeiten ändern werden.“ Platz eins: „Da habe ich mich beirren lassen von meiner Kompetenz.“

. . . die Bestellung des Jahres – von einem Amateurtrainer, dessen Spieler beim Versuch, einen Ball zu erreichen, über die Linie hinauslief: „Bring ‘ne Currywurst mit!“

. . . die Prophezeiung des Jahres – von Comedian Guido Cantz: „WM ‘22 im Winter in Katar – das wird bei uns der erste Autokorso, der von einem Streuwagen angeführt wird.“

. . . die Reaktion des Jahres – von einem Altherrenfußballer, dem nach einem verlorenen Spiel von einem Mitspieler vorgeworfen wurde, er habe „nicht einen einzigen Zweikampf“ gewonnen: „Hundert Prozent mehr als du!“

Autor: Peter Müller

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