Am Samstag starten in Essen die Hallen-Titelkämpfe. Auf Vorjahressieger die Sportfreunde Niederwenigern wartet eine echte Herkules-Aufgabe.

Halle Essen SO

Der ETB will es wissen

Nico Jung
31. Dezember 2015, 12:07 Uhr
Foto: Tillmann

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Am Samstag starten in Essen die Hallen-Titelkämpfe. Auf Vorjahressieger die Sportfreunde Niederwenigern wartet eine echte Herkules-Aufgabe.

In der 22-jährigen Geschichte der Essener Hallenstadtmeisterschaften konnte noch nie eine Mannschaft ihren Titel verteidigen. Und gerade im Süd-Osten ist die Konkurrenz wieder bärenstark.

Trotzdem ist Titelverteidiger Niederwenigern zwangsläufig wieder ein heißer Titelkandidat. Immerhin konnten die Hattinger im vergangenen Jahr die Hallenstadtmeisterschaften in Essen, Hattingen und Sprockhövel gewinnen. Umso pikanter wäre es also, wenn ausgerechnet die Grenzgänger den Titel-Fluch brechen könnten. Trainer Jürgen Margref zählt sein Team aber nicht zu den Topfavoriten: „Favorit sind immer die Mannschaften, die am höchsten spielen. Trotzdem spielt die Ligazugehörigkeit in der Halle eine eher untergeordnete Rolle. Wir fahren dorthin, um zu kicken und Spaß zu haben.“

Dabei werden die Umstände besser sein als im letzten Jahr, als Niederwenigern am selben Tag in Hattingen und Essen antreten musste und beinahe aus der Vorrunden-Gruppe geflogen wäre. Das wird in dieser Saison nicht der Fall sein. Am vorletzten Wochenende konnten die Schwarz-Gelben beim neuen „Hallenkönig“ bereits Spielpraxis sammeln und verkauften sich laut Margref gut. In der ersten Runde landeten die Sportfreunde vor dem FC Kray auf Platz eins. Der Regionalligist ist als ranghöchster Verein in Essen erneut der Topfavorit.

Ein weiteres Topteam aus dem Süd-Osten dürfte dieses Mal Oberligist ETB Schwarz-Weiß stellen. Nachdem in den letzten Jahren stets die zweite Mannschaft angetreten war, wird bei der aktuellen Ausgabe eine Mischung aus der ersten Mannschaft und der U19-Niederrheinliga-Mannschaft antreten. Auch Top-Torjäger Chamdin Said, der die Torjägerliste der Oberliga Niederrhein mit elf Treffern anführt, hat sein Interesse an einer Teilnahme bekundet. Betreut wird das Team aber nicht von Oberliga-Trainer Toni Molina, sondern von Jugendleiter Achim Heymanns, der im letzten Jahr mit FSV Kettwig sensationell Dritter wurde. „Unser Ziel ist es, mit dieser Truppe mindestens die Endrunde zu erreichen“, erklärt Heymanns und gibt damit ein ehrgeiziges Ziel vor.

Winfried als Geheimfavorit?

Auch Kreisliga-Übermannschaft Winfried Kray wird von einigen als Geheimfavorit gehandelt. Trainer Ibrahim Ramadan will zumindest die Zwischenrunde erreichen: „Wir wollen zum „Hallo“. Dann können wir mal gucken, ob wir oben mitmischen können.“

Autor: Nico Jung

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