Aller guten Dinge sind Drei: Im dritten Anlauf fand endlich das Viertelfinale zwischen ETB Schwarz-Weiß Essen und dem Wuppertaler SV am Uhlenkrug statt.

ETB-WSV 0:3

Wuppertal ist vierter Halbfinalist

19. Dezember 2015, 17:31 Uhr
Foto: Ketzer

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Aller guten Dinge sind Drei: Im dritten Anlauf fand endlich das Viertelfinale zwischen ETB Schwarz-Weiß Essen und dem Wuppertaler SV am Uhlenkrug statt.

Nach 15-minütiger Verspätung - WSV-Fans steckten auf der Zugstrecke fest - rollte vor 650 Zuschauern endlich der Ball. Man merkte den Gastgebern an, dass sie sich einiges vorgenommen hatten. Der WSV musste früh eine bittere Pille schlucken: [person=4072]Danijel Gataric[/person] – Kapitän der Gäste – verletzte sich ohne Einwirkung des Gegners und musste sofort ausgewechselt werden (9.). Beim WSV wurden oft die Lücken in der Spitze gesucht. Da aber beide Abwehrreihen sehr geordnet standen, blieben Großchancen absolute Mangelware. Bis zur 34. Minute, als [person=25034]Florian Schneider[/person] einen Kopfball von [person=6870]Andre Witt[/person] aus kurzer Distanz noch über das Gehäuse lenken konnte. Im weiteren Verlauf hatten die Gastgeber noch einige Möglichkeiten. Die Halbzeitführung wäre verdient gewesen.

Die zweite Hälfte begann zerfahren. Beide Seiten fanden keine Wege in den Strafraum, bis zur 58. Minute: [person=15205]Len Heinson[/person] brachte einen Freistoß von links auf den zweiten Pfosten, wo [person=4059]Marvin Ellmann[/person] sträflich freistand und quer durch die Box auf [person=9943]Lukas Fedler[/person] köpfte. Der Kapitän hatte kein Problem damit, das Leder aus wenigen Metern über die Linie zu bringen. Die Essener zeigten sich davon aber nicht beeindruckt und spielten wieder konsequent nach vorne. [person=2116]Sebastian Michalsky[/person] verpasste wenige Minuten später eine Schuss-Hereingabe von Balci um Haaresbreite (62.).

Ellmann: Torschütze und Keeper

Der nächste Angriff des WSV aber sollte auf kuriose Art und Weise zum Doppelschlag führen: Nachdem [person=3754]Tobias Ritz[/person] einen Schuss nur abklatschen lassen konnte, scheiterten sowohl Ellmann als auch Gataric aus kurzer Distanz an Keeper und Latte. Der ehemalige RWE- und RWO-Stürmer schaffte es aber dann doch noch, den Ball ins Tor zu jagen. "Es war eine verrückte Szene. Ich bin froh, dass ich die Kugel irgendwie doch noch über die Linie gebracht habe. Unser Trainer hat in der Kabine absolut die richtigen Worte gefunden. Deshalb sind wir auch so gut in die zweite Hälfte gestartet", freute sich der Torschütze nach der Partie.

Nach den hektischen Szenen um die 67. Minute herum - siehe [url]http://www.reviersport.de/320525---etb-wsv-vollmerhausen-brennen-sicherungen-durch.html[/url] - versuchte es der ETB noch einmal offensiv, blieb aber ohne eigenen Treffer. Auf der Gegenseite konnte Ellmann in der Schlussminute noch nach einem Konter zum Endstand erhöhen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Keeper Schneider in der letzten Szene, als er mit Ouro-Akpo zusammenstieß: "Ich habe mir die Nase gebrochen und konnte nicht mehr weiterspielen", berichtete der junge Torhüter. So durfte Marvin Ellmann zwei Minuten lang das Torwart-Trikot überstreifen und wurde von den angereisten Fans gefeiert. "Dafür werde ich wohl noch eine Runde geben müssen", lachte er.

"Wir hätten das Spiel gewonnen"

ETB-Coach Toni Molina war die Enttäuschung im Anschluss anzumerken. "Wir haben uns für die tolle Vorstellung, vor allem im ersten Abschnitt, nicht belohnt. Wir haben die Tore einfach nicht gemacht. Sonst hätten wir das Spiel wohl gewonnen." Manuel Bölstler, Fußballdirektor der Gäste, war mit dem Auftritt der Mannschaft zufrieden. "Wir sind froh, dass nun endlich Winterpause ist. Wir pfeifen aus dem letzten Loch und müssen uns nun erst einmal über die Feiertage regenerieren und Kräfte tanken."

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