Der 3:0-Erfolg des Wuppertaler SV wurde durch eine unschöne Szene zur Nebensache. Im Mittelpunkt: WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen.

Eklat am Uhlenkrug

WSV-Coach würgt ETB-Spieler

19. Dezember 2015, 18:11 Uhr
Foto: Ketzer

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Der 3:0-Erfolg des Wuppertaler SV wurde durch eine unschöne Szene zur Nebensache. Im Mittelpunkt: WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen.

Vor 650 Zuschauern lief in der 67. Minute [person=15205]Len Oliver Heinson[/person] auf der linken Seite allen davon, bis ETB-Verteidiger [person=4352]Kevin Müller[/person] ihn mit einem bösen Tritt zu Boden streckte und dafür eigentlich Rot hätte sehen müssen. Schiedsrichter Alexander Busse zeigte ihm nur Gelb. Was sich danach abspielte, war eines ansonsten fairen Spiels nicht würdig.

Man sollte ihn mal fragen, was er sich dabei gedacht hat
Sebastian Michalsky

Stefan Vollmerhausen rannte wutentbrannt in Richtung des Schiedsrichters, forderte lautstark den Platzverweis und war, auch nachdem Schiri Busse die Gelbe Karte zückte, nicht zu beruhigen. Es entwickelten sich auf der linken Außenbahn tumultartige Szenen: Der Trainer des WSV konnte nicht zurückgehalten werden, während ihn Spieler des ETB, allen voran [person=2116]Sebastian Michalsky[/person], angingen. Welche Worte während der Tumulte gefallen sind, ist nicht zu überliefern, dafür aber die Tätlichkeit, die der 42-Jährige beging. Er packte Michalsky mit beiden Händen an den Hals und schmiss ihn daraufhin zu Boden.

Der Ordnungsdienst, neben anwesender Polizei, musste beide Lager voneinander trennen. Nach wenigen Minuten beruhigte sich das gesamte Szenario, doch sowohl Vollmerhausen als auch Michalsky suchten weiterhin den Dialog. Eine Entschuldigung des Coaches - mit ausgestreckter Hand - nahm der ETB-Kapitän anscheinend nicht an. Während der Linienchef auf die Tribüne verwiesen wurde, durfte der 32-Jährige weiterspielen. "Ich sage nichts zu dieser Szene. Als fairer Sportsmann möchte ich auch nicht nachtreten. Aber man sollte ihn mal fragen, was er sich dabei gedacht hat", ließ Michalsky wissen.

Nach der Partie war Stefan Vollmerhausen für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Fußballdirektor Manuel Bölstler nahm seinen Trainer auch auf der Pressekonferenz aus der Schusslinie und vertrat ihn auf dieser. "Ich halte es nicht für notwendig, dass sich der Trainer stellen muss. Die Frage, wieso was passiert ist, kann ich nicht beantworten. Es ist Fakt, dass der Spieler vorher Rot sehen muss. Stefan wird von drei ETB-Spielern dann angestürmt. Ich weiß nicht, was geschrien wurde und was genau passiert ist. Wir müssen es so akzeptieren, was der Schiedsrichter entschieden hat."

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