Beim zuletzt kriselnden SC Dorstfeld wird es in der Winterpause zu einigen personellen Veränderungen kommen. Drei Leistungsträger werden den Verein verlassen.

SC Dorstfeld

SC trennt sich von drei Leistungsträgern

Christian Lock
17. Dezember 2015, 16:14 Uhr
Foto: Tim Müller

Foto: Tim Müller

Beim zuletzt kriselnden SC Dorstfeld wird es in der Winterpause zu einigen personellen Veränderungen kommen. Drei Leistungsträger werden den Verein verlassen.

Zwar ist es dem SC Dorstfeld - dem hauchdünnen Drei-Punkte-Vorsprung und den Patzern der Konkurrenz sei es gedankt - noch einmal gelungen das Überwintern auf einem Abstiegsplatz zu verhindern, trotzdem besteht zur Winterpause dringender Handlungsbedarf beim SC. Offenbar hat der Klub nun die ersten Konsequenzen aus der desolaten Schlussphase der Hinserie gezogen und sich mit einigen seiner Leistungsträger zusammengesetzt, um Bilanz zu ziehen. Das Ergebnis wirkt zunächst ernüchternd. Mit Kapitän [person=6200]Andreas Berning[/person], Top-Torjäger [person=6225]Michael Kotlewski[/person] und [person=6230]Daniel Otto[/person] werden drei etablierte Kräfte den Verein verlassen.

"Wir haben schon vor der Saison Gespräche mit den drei Leitfiguren geführt und unsere Erwartungen an die neue Saison offengelegt. Wir hatten uns einiges vorgenommen, doch der sportliche Erfolg blieb leider aus. Also haben wir uns ein weiteres Mal zusammengesetzt und sind zu dem Schluss gekommen, in Zukunft getrennte Wege zu gehen", berichtet SC-Coach Peter Brdonkalla. Er legt wert darauf, dass es sich um eine Trennung in beiderseitigem Einverständnis handele und zwischen ihm und den Spielern auch weiterhin menschlich alles in Ordnung sei. Berning, Kotlewski und Otto seien gut miteinander befreundet und von daher sei es absehbar gewesen, dass sie den Verein, wenn überhaupt, dann gemeinsam verlassen.

Als einen tragenden Grund für deren Entscheidung gegen den SC Dorstfeld macht Brdonkalla neben der sportlichen Talfahrt auch den Generationenkonflikt zwischen dem überwiegend recht jungen Team und den gestandenen Spielern aus: "Die junge Generation spielt einen anderen Fußball und hat eine andere Mentalität. Die trinken nach dem Spiel lieber eine Cola statt eines Bieres und fahren nach Hause."

Ziel sei es nun ein funktionierendes Team um die jungen Spieler aufzubauen, so Brdonkalla. "Zwei neue Verpflichtungen sind schon in trockenen Tüchern", verrät der SC-Coach. Darunter sei ein durchaus namhafter Wunschkandidat. Ein erfahrener Landesligaspieler, den er schon seit geraumer Zeit auf dem Zettel hatte. Beim zweiten Neuzugang handele es sich um einen jungen Spieler, ein vielversprechendes Talent. Namen will Brdonkalla aber noch nicht nennen, schließlich sollten die derzeitigen Mitspieler der Neuzugänge nicht aus der Zeitung von deren Wechselabsichten erfahren. "Eventuell kommt auch noch ein dritter oder sogar vierter Spieler dazu. Wir werden sehen", verrät uns Brdonkalla noch und schließt mit den Worten: "Es tut sich also was und zwar durchaus auch im positiven Sinne."

Autor: Christian Lock

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