Erstmals seit Wochen blieb Borussia Dortmund beim 2:0-Sieg in Augsburg in einem Pflichtspiel ohne Gegentor – darüber war vor allem ein Spieler sehr froh.

Borussia Dortmund

Endlich ohne Gegentor

Sebastian Weßling
17. Dezember 2015, 13:57 Uhr
Foto: firo

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Erstmals seit Wochen blieb Borussia Dortmund beim 2:0-Sieg in Augsburg in einem Pflichtspiel ohne Gegentor – darüber war vor allem ein Spieler sehr froh.

In dieser Szene hätte die Partie zwischen dem FC Augsburg und Borussia Dortmund auch einen ganz anderen Verlauf nehmen können: Nach einem schweren Patzer von Lukasz Piszczek lief FCA-Stürmer Raul Bobadilla allein aufs BVB-Tor zu, brachte den Ball aber nicht an Torhüter Roman Bürki vorbei. 56 Minuten waren da gespielt – fünf Minuten später schoss Pierre Emrick Aubameyang den BVB in Führung, noch einem 300 Sekunden später erhöhte Henrikh Mkhitaryan auf 2:0 und sicherte den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale.

„Das ist ja mein Job, oder?“, entgegnete Bürki trocken, als er später auf die Szene angesprochen wurde – konnte seine Freude über die gelungene Aktion aber doch nicht ganz verbergen. „Ich habe versucht, ihm das Leben schwer zu machen, den Winkel zu verkleinern, mich groß zu machen, möglichst keine Fläche zu bieten, wo der Ball durchgeht“, schilderte er die Szene. „Und ich bin froh, dass das gelungen ist.“

Es war einer von zwei Momenten, in denen der BVB-Torhüter richtig gefordert war – ansonsten ließen die Spieler vor ihm kaum Gefahr aufkommen. „Wir haben in der Defensive richtig gut gestanden“, lobte Linksverteidiger Marcel Schmelzer – was gegen Augsburg bedeutend schwieriger ist, als man angesichts des 13. Tabellenplatzes annehmen könnte. „Bobadilla ist ein Panzer, der ist echt schwer zu verteidigen“, stöhnte Schmelzer. „Daneben sind schnelle Spieler, die sehr gut im Abschluss sind.“

Weil man die aber trotz leichter Schwierigkeiten meist im Griff hatte, stand am Ende ein seltenes Erfolgserlebnis: Erstmals seit dem 5. November, dem 4:0-Sieg gegen den FK Qäbälä, war der BVB ohne Gegentor geblieben – nach sieben Spielen, in denen dies nicht gelungen war. Weil in dem Europa-League-Spiel Roman Weidenfeller im Tor gestanden hatte, musste Bürki sogar noch weiter zurückblicken: Auf den Tag genau zwei Monate war es her, dass er beim 2:0-Sieg in Mainz ohne Gegentor geblieben war. „Das war jetzt eine lange Zeit für mich“, sagte er nun, da dies erneut gelungen war. „Darüber freue ich mich sehr.“

Autor: Sebastian Weßling

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