Zum Ende des Jahres wollen die Duisburger noch einmal einen Sieg einfahren. Ilia Gruev weiß drei Gründe, warum das nötig ist.

MSV Duisburg

Realistische Zebras

17. Dezember 2015, 09:48 Uhr

Zum Ende des Jahres wollen die Duisburger noch einmal einen Sieg einfahren. Ilia Gruev weiß drei Gründe, warum das nötig ist.

Ein besseres Spiel hätte sich der MSV Duisburg zum Jahresende wohl nicht wünschen können. Am Sonntag (13.30 Uhr) geht es gegen den Reviernachbarn aus Bochum. Derby also. Das bedeutet, dass trotz der verkorksten zweiten Hälfte 2015 noch einmal viele Zuschauer im Stadion sein werden. Denen wollen die Zebras natürlich etwas bieten.

So wie in der ersten Jahreshälfte, als der MSV mit einem Durchmarsch in Richtung Sommer den Aufstieg in die zweite Liga stemmte. Damals war die Euphorie groß. Und wurde schnell in der neuen Saison wieder gedämpft. Deswegen ist es für Gruev auch besonders wichtig, noch einmal eine gute Leistung und ein positives Ergebnis abzuliefern. Drei Punkte führt der MSV-Coach auf: 1. Mit einem guten Gefühl von den Zuschauern verabschieden, 2. Die Ausgangsposition vor der Restrunde verbessern – nach der Winterpause sind nur noch 15 Spiele zu absolvieren, 3. Damit die Stimmung in der Mannschaft während der Vorbereitung hochgehalten werden kann.

Wobei die auch nach den zwei Niederlagen zuletzt noch lange nicht wieder am Tiefpunkt ist. „Wir alle hier sind Realisten“, erklärt Gruev. „Natürlich haben wir gehofft, dass es nach den fünf Punkten aus den ersten drei Spielen so weiter geht. Aber wir haben alle gewusst, dass diese Miniserie reißen wird.“ Verärgert ist der Trainer der Zebras darüber, dass seine Mannschaft zuletzt in Kaiserslautern viel zu harmlos agiert hat. „Disziplin und Leidenschaft haben uns gefehlt.“ Und siehe da – zum ersten Mal unter Gruev hat Duisburg kein Tor erzielt.
Das soll am Sonntag gegen Bochum anders sein. Die Ordnung auf dem Platz muss dringend wieder hergestellt werden. Dann ergeben sich auch automatisch Chancen. Ob der MSV dann mit einer oder zwei Sturmspitzen agiert, ist für den Coach völlig nebensächlich.

Möglicherweise könnte es für die Zebras von Vorteil sein, dass der VfL am Mittwoch noch im DFB-Pokal spielen musste. Wobei sich die Duisburger darauf nicht zu sehr versteifen wollen. Vielmehr geht Gruev davon aus, dass dieses besondere Spiel beim Gegner noch einmal zusätzliches Adrenalin freisetzt. Zumal der VfL in München erfolgreich war, im DFB-Pokal überwintert und als nächstes gegen den FC Bayern München spielt. Das könnte noch einmal zusätzliche Kräfte freisetzen. So wie ein Sieg am Sonntag bei seiner Mannschaft – damit sie in der Rückrunde einen Durchmarsch starten kann.

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