Rot-Weiß Oberhausen gehört nicht unbedingt zu den finanzstärksten Vereinen der Regionalliga West. Hoffnung macht die Entwicklung eines ehemaligen Spielers.

Rot-Weiß Oberhausen

Kontnys großer Weihnachtstraum

Martin Herms
18. Dezember 2015, 09:07 Uhr
Foto: Firo

Foto: Firo

Rot-Weiß Oberhausen gehört nicht unbedingt zu den finanzstärksten Vereinen der Regionalliga West. Hoffnung macht die Entwicklung eines ehemaligen Spielers.

Während sich die Konkurrenz aus Lotte, Essen und Köln dieser Tage auf Einkaufstour begibt, hält die sportliche Führung der Kleeblätter die Füße still - gezwungenermaßen. Denn das nötige Geld für Verstärkungen ist nicht vorhanden. Von den klangvollen Namen, die in der Liga kursieren, kann RWO nur träumen. Sportchef Frank Kontny hat etwa einen ganz besonderen Wunsch, der im besten Fall zu Weihnachten in Erfüllung gehen soll. "Wenn ich in der nächsten Woche unter meinen Weihnachtsbaum schaue, würde ich mir einen Wechsel von [person=9227]Gideon Jung[/person] zu einem finanzstarken Klub wünschen. Am besten für zehn Millionen Euro zu einem Premier League-Klub. Das würde unsere finanziellen Probleme auf Anhieb beheben", sinniert Kontny.

Der 21-jährige Mittelfeldspieler spülte dem Verein mit seinem Wechsel zum Hamburger SV bereits im Sommer 2014 rund 150.000 Euro in die klamme Vereinskasse. In seinem zweiten Jahr beim HSV hat der ehemalige Baumberger den Sprung in die Bundesliga geschafft. In den letzten vier Spielen stand er in der Startformation und wusste zu überzeugen. Mittelfristig ist es demnach durchaus denkbar, dass RWO als Ausbildungsverein eine weitere Entschädigung für Senkrechtstarter Jung erhält. "Ich denke, dass er eine große Zukunft vor sich hat", betont Kontny. "Sollte er nochmal gegen eine Ablösesumme wechseln, wird sein alter Verein Rot-Weiß Oberhausen beteiligt. Vielleicht klappt das in naher Zukunft. Es wäre eine schöne Belohnung für unsere Jugendarbeit."

Autor: Martin Herms

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren