In der Partie zwischen dem VfB Günnigfeld und Concordia Wiemelhausen gab es drei Rote Karten und einen etwas glücklichen Sieger.

Bochumer Derby

VfB-Fans beleidigen gegnerischen Torhüter

Martin Jagusch
15. Dezember 2015, 12:23 Uhr
Foto: Joachim Haenisch

Foto: Joachim Haenisch

In der Partie zwischen dem VfB Günnigfeld und Concordia Wiemelhausen gab es drei Rote Karten und einen etwas glücklichen Sieger.

Das kampfbetonte Lokalduell hat Concordia Wiemelhausen mit 3:2 gewonnen. „Wir waren die Mannschaft, die ihre Torchancen etwas besser ausgenutzt hat“, arbeitete Concordias Trainer Jürgen Heipertz den entscheidenden Unterschied heraus. Sein Gegenüber Thomas Baron fand, dass „wir einen Punkt durchaus verdient gehabt hätten“.

Über 95 Minuten bearbeiteten sich beide Teams. Für den ersten zählbaren Erfolg sorgte Maximilian Schreier, der nach Pass von Christopher Schmidt aus 22 Metern zur Gästeführung traf. Da mochte Bruder Alex nicht nachstehen. Seinen Schuss fälschte Dominic Winschewski unhaltbar für Wiemelhausens Schlussmann Falk Klüppel noch ab - 1:1.

Nach dem Wechsel setzte dann Günnigfeld den ersten Akzent. Eine Flanke von Julian Winschewski verlängerte Marco Gruner per Kopf zur Führung. „Zu diesem Zeitpunkt verdient“, wie Baron fand. Die Freude darüber währte aber gerade einmal neun Minuten. Dann fälschte Marc Lapka einen Freistoß von Maximilian Schreier unglücklich zum Ausgleich ins eigene Tor ab. Mit seinem bereits 13. Saisontreffer machte dann Ivo Kleinschwärzer per Kopf den Sieg für Wiemelhausen perfekt. Die Vorarbeit kam vom stark aufspielenden Maximilian Schreier.

Beide Mannschaften beendeten die Begegnung nicht in voller Mannschaftsstärke. Zunächst sah der gerade erst eingewechselte Günnigfelder Nicolai Striewe wegen einer angeblichen Tätlichkeit glatt Rot (69.), wenig später folgte ihm Wiemelhausens Henning Wartala in die Kabine. In der Nachspielzeit musste außerdem noch Julian Kaczmarek mit der Ampelkarte das Feld verlassen.

Baron entschuldigt sich für Beleidigungen

„Wir werden von unseren Fans wirklich gut unterstützt. Aber heute sind aus unserer Fangruppe einige Worte gegen Wiemelhausens Torhüter gefallen, die auf einem Fußballplatz nichts zu suchen haben. Dafür kann ich mich als Trainer und wir uns als Verein nur entschuldigen“, sah Thomas Baron das Fair-Play abseits des Platzes in Mitleidenschaft gezogen.

Jürgen Heipertz sah einmal mehr eine schwache Schiedsrichterleistung. „Das war eine Katastrophe, was heute hier gepfiffen wurde. Eine Unverschämtheit. Die Schiedsrichter haben sich mehr mit dem befasst, was neben dem Platz passiert ist, als mit dem was auf dem Feld geschehen ist.“ Sein sportliches Fazit zur Winterpause fällt dagegen ausgesprochen positiv aus: „Wir haben 30 Punkte und stehen auf Tabellenplatz zwei. Für einen Aufsteiger eine ausgesprochen schöne Bilanz.“

VfB Günnigfeld: Lorek, Lapka, Homberger, Przybyla (80. Karagülmez) - J. Winschewski, Reiser (67. Striewe), A. Schreier, Kaczmarek, Gruner - Zejewski, D. Winschewski.
Concordia Wiemelhausen: Klüppel - Kerstiens (60. Winkel), Schmidt, Falatik, Leone (90. Wozniak) - Wartala, Freitag, Vogel, M. Schreier, Drzymalla (72. Hammernick) - Kleinschwärzer
Tore: 0:1 (5.) M. Schreier, 1:1 D. Winschewski (30.), 2:1 Gruner (51.), 2:2 Eigentor Lapka (60.), 2:3 Kleinschwärzer (72.).
Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Striewe (73., Günnigfeld), Gelb-Rote Karte: für Wartala (Wiemelhausen, 80.), Gelb-Rote Karte für Kaczmarek (Günnigfeld, 90.+2).

Autor: Martin Jagusch

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