Bis zum 12. Spieltag lief für Westfalia Wethmar alles nach Plan. Zuletzt musste der Vorjahreszweite allerdings ein paar empfindliche Niederlagen einstecken.

Westfalia Wethmar

Mit drei Niederlagen in die Winterpause

Christian Lock
15. Dezember 2015, 10:37 Uhr
Foto: Liedschulte

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Bis zum 12. Spieltag lief für Westfalia Wethmar alles nach Plan. Zuletzt musste der Vorjahreszweite allerdings ein paar empfindliche Niederlagen einstecken.

Inzwischen findet sich der Club auf Platz neun der Bezirksliga 8 Westfalen wieder. Sicherlich ein bisschen zu wenig für die Jungs von Trainer Alexander Lüggert, die vor der Saison als Geheimfavorit gehandelt wurden und sich ihre Ziele auch selbst entsprechend hoch steckten. Am Samstag beschloss die Westfalia das Jahr mit der dritten Niederlage in Folge. Und das ausgerechnet gegen den SC Husen Kurl - gegen den die Lüner die Saison vor gut vier Monaten noch mit einem wahren 8:1-Paukenschlag eröffnet hatten.

Ein wenig desillusioniert lässt Lüggert die bisherige Saison noch einmal in einem Schnelldurchlauf Revue passieren und analysiert dabei auch eingehend die derzeitige Flaute: "Wir sind eigentlich gut aus der Vorbereitung gekommen. Nach ein paar unglücklichen Spielen war unsere Motivation dann plötzlich im Keller. So ein Saisonverlauf hat auch immer etwas von einem Charaktertest. Vielleicht sind wir aufgrund der erfolgreichen letzten Jahre, in denen wir den Aufstieg auch durchaus verdient hätten, ein bisschen zu verwöhnt."

Neben dem von Lüggert vermuteten Motivationseinbruch, habe sicher auch die anhaltende Verletzenmisere zum suboptimalen Saisonverlauf beigetragen. "Außerdem mussten einige Spieler arbeitsbedingt zurückstecken", spinnt der Coach den Gedankengang weiter. „Gegen Husen Kurl waren am Samstag beispielsweise fünf Leistungsträger nicht dabei", berichtet Lüggert. "Das war das schlechteste Spiel der Saison. Der Gipfel des Eisberges sozusagen. Die Niederlage hätte auch noch deutlich höher ausfallen können", will der Westfalia-Coach den katastrophalen Saisonabschluss aber offenbar auch nicht kleinreden.

Der Zug in Richtung Landesliga dürfte in dieser Saison für die Westfalia inzwischen abgefahren sein. Denn immerhin hat Tabellenführer VfL Senden zur Winterpause schon fast doppelt so viele Punkte gesammelt wie die Lüner und sich damit praktisch schon jetzt in unerreichbare Gefilde verabschiedet. Das ändert aber nichts daran, dass laut Lüggert dringender Handlungsbedarf im Westfalia-Lager besteht: "Wir werden im Winter versuchen uns ein bisschen zu verändern. Der eine oder andere Spieler wird den Verein verlassen, was uns die Gelegenheit bietet, den Kader zu verjüngen."

Autor: Christian Lock

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