Der Lüner SV knüpft an seine erfolgreichen Zeiten an. Trainer Mario Plechaty ist dabei, seine Mannschaft in die Westfalenliga zu führen.

Lüner SV

Vom "gekauften Haufen" zum Spitzenteam

Marian Laske
14. Dezember 2015, 17:07 Uhr
Foto: Nils Heimann

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Der Lüner SV knüpft an seine erfolgreichen Zeiten an. Trainer Mario Plechaty ist dabei, seine Mannschaft in die Westfalenliga zu führen.

Was für eine Hinrunde: 14 Siege, zwei Unentschieden, 48 Tore und nur 14 Gegentore. Der Lüner SV steht unangefochten an der Tabellenspitze der Landesliga Westfalen 3. 14 Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zweiten Concordia Wiemelhausen. Was soll da eigentlich noch schiefgehen?

"Wir sind noch nicht aufgestiegen", sagt Trainer Mario Plechaty. Er gibt aber zu: "Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, wird es schwer, uns zu stoppen." Die Wahrscheinlichkeit ist momentan sehr groß, dass der Lüner Traditionsverein in der nächsten Saison in der Westfalenliga antritt.

"Meine Mannschaft überrascht mich momentan jede Woche", erklärt Plechaty: "Sie spielen immer konzentriert und geben Vollgas." Mit dieser Einstellung wurden die letzten 13 Spiele gewonnen. "Wir haben ein super Polster, aber wir sind nicht euphorisch. Vom Aufstieg spricht noch keiner im Team", so der Trainer, der jetzt seit mehr als zwei Jahren beim LSV an der Seitenlinie steht.

Umstrittener Wechsel zum Lüner SV

Als Plechaty im September 2013 vom Westfalenligisten Mengede 08/20 zum Lüner SV wechselte, sorgte dies für hitzige Diskussionen. Denn: Der ehemalige Amateur-Spieler von Borussia Dortmund verließ Mengede in der laufenden Saison - obwohl der Verein mit ihm plante. Zudem lag der LSV damals am Boden, stand auf dem letzten Tabellenplatz der Landesliga.

"Aber ich habe den Wechsel nicht bereut", erklärt Plechaty heute und ergänzt: "Ich brauchte damals eine neue Herausforderung." Die Anfangszeit sei nicht leicht gewesen. "Die Mannschaft war damals ein zusammengekaufter Haufen. Es war wild, aber ich wusste, was möglich ist."

Der Erfolg gibt dem 43-Jährigen recht. Der Traditionsverein, der viele Jahre in der Oberliga antrat, befindet sich wieder auf dem Weg nach oben. "Der Klub möchte in die Westfalenliga aufsteigen. Wir baden zwar nicht im Geld, aber wenn wir die Chance haben, wollen wir dies auch nutzen", sagt Plechaty.

Die starke Hinrunde habe viel mit der mannschaftlichen Geschlossenheit zu tun, so der Trainer: "Wir sind fast immer 18, 19, 20 Leute beim Training, keiner lässt sich hängen." Ein paar Spieler hebt er aber hervor: [person=12837]Volkan Ekici[/person] ("Ein Ausnahmespieler"), [person=29278]Phil Rosenkranz[/person] ("Aus der A-Jugend zum Stammspieler") oder [person=15663]Matthias Drees[/person] ("Sehr solide").

Der LSV-Kader soll zusammenbleiben. Im Winter verlässt nur [person=15920]Dominik Hennes[/person] den Verein.

Autor: Marian Laske

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