Während die dritte Kerze munter flackerte, erzielte der Herbstmeister aus Wuppertal auch beim VfB Hilden keinen Treffer.

WSV torlos

Offensivfeuerwerk nicht belohnt

13. Dezember 2015, 18:31 Uhr
Foto: Deutzmann

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Während die dritte Kerze munter flackerte, erzielte der Herbstmeister aus Wuppertal auch beim VfB Hilden keinen Treffer.

Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage vor Wochenfrist bei TuRU Düsseldorf waren es diese Woche die Fans und Spieler der Hildener, die das torlose Remis am Ende wie einen Sieg bejubelten. Dabei war das Team von Stefan Vollmerhausen auch an diesem Nachmittag klar überlegen.

Vor 807 Zuschauern im Stadion am Bandsbusch gab es vor allem im ersten Durchgang ein Offensivfeuerwerk des WSV zu sehen. So hämmerte [person=2308]Dalibor Gataric[/person] im Nachschuss eines Freistoßes das Leder nur an die Querlatte (16.). Das Spiel, das auch von Ratingens Boss Jens Stieghorst und ETB-Trainer Toni Molina betrachtet wurde, lebte stets von der Spannung. Der erst im Laufe des zweiten Durchgangs eingewechselte [person=2319]Ercan Aydogmus[/person] suchte eine Erklärung für die Torflaute in den letzten beiden Spielen: "Wir brauchen gar keine Ausreden zu suchen. Dass wir nicht treffen, sind wir selber schuld. Es ist eine Mischung aus Unvermögen und Pech, wobei jeder Gegner in der Liga gegen uns besonders heiß ist", spielte der Routinier auf die zahlreichen Paraden von VfB-Keeper [person=5107]Bastian Sube[/person] an, der gegen seinen Ex-Verein über sich hinaus wuchs.

Die blanken Ergebnisse der Konkurrenz machten dann jedoch wieder Mut im Wuppertaler Lager. Sowohl der KFC als auch Schonnebeck konnten ebenfalls nur einen Zähler einfahren. Die Spitzenposition hängt im Tal also definitiv am Weihnachtsbaum. Das sah auch Vollmerhausen so: "Wir haben eine gute Runde gespielt und haben einen klaren Plan, der auch hier zu erkennen war. In solchen Situationen fehlt Gaetano Manno eben ganz besonders, da er ein ganz anderes Spielverständnis hat", kann der WSV-Coach das Fehlen seines Routiniers nicht verheimlichen. "Klar hängen die Kõpfe jetzt unten, aber das wird uns nicht umwerfen", so der 42-Jährige weiter.

Hildens Interimstrainer Björn Scheffels nahm den wichtigen Zähler dankend an: "Das war ein intensives Spiel, bei dem ich mal wieder über 90 Minuten mitgefiebert habe. Der WSV ist für uns eine ganz andere Ebene. Dass wir so ein Spiel hier über die Bühne bringen, ist für Hilden nicht selbstverständlich", lobte Scheffels insbesondere die ehrenamtlichen Helfer, die dieses Spiel unter der Woche mitunter 15 Stunden täglich vorbereitet haben.

Für die Zoo-Städter steht am Sonnabend noch die Pokalpartie beim ETB auf dem Plan, bevor der Baum geschmückt werden kann (14:00 Uhr, Uhlenkrug). "Eine sehr gute Hinrunde sollten wir mit dem Weiterkommen im Pokal noch krönen", blickte auch Aydogmus schon auf den letzten Pflichtspieltermin in diesem Jahr.

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