Der FC Brünninghausen hat gegen die SpVg Olpe 5:2 gewonnen und vor allem in der ersten Halbzeit dem Gegner keine Chance gelassen.

Brünninghausen

Gondrum und Schrade treffen doppelt

Lothar Linke
13. Dezember 2015, 14:02 Uhr
Foto: Lothar Linke

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Der FC Brünninghausen hat gegen die SpVg Olpe 5:2 gewonnen und vor allem in der ersten Halbzeit dem Gegner keine Chance gelassen.

Sechs Tage nach dem 6:2-Heimsieg der SpVg Olpe über den BV Wickede liefen zwei Ex-Wickeder im Trikot des FC Brünninghausen im Olper Kreuzbergstadion auf. Und es schien, als wollten sie ihrem alten Verein an gleicher Stelle Genugtuung für die Schmach der Vorwoche zuteil werden lassen.

[person=6136]Florian Gondrum[/person] und [person=6233]Tim Schrade[/person], so hießen die beiden. Sie steuerten zusammen vier Tore zur 2:5-(0:3)-Niederlage der Olper gegen Brünninghausen bei. Für beide war Wickede die letzte Spielerstation.

Das Ergebnis in Klammern zeigt bereits, wann das Spiel gelaufen war. „Zur Halbzeit war es gegessen,“ sagte Marek Lesniak, Trainer der SpVg Olpe, nachher. Nicht nur das. Als Olper musste man nach den ersten 45 Minuten Schlimmes befürchten. Zumal die Kreuzberg-Elf überhaupt nicht ins Spiel fand und noch Minuten vor dem Anpfiff einen Rückschlag einstecken musste: Christian Griffels Oberschenkel-Verletzung war beim Warmmachen wieder aufgebrochen. Es ging nicht, Michel Alfes nahm Griffels Platz auf der rechten Abwehrseite ein.

Respekt vor Olper Offensive

Eine deutliche Steigerung nach dem Seitenwechsel bescherte der Spielvereinigung zwar immer noch eine klare Niederlage. Aber ein Resultat der Kategorie „Klatsche“ blieb ihnen dann doch erspart.
Brünninghausen trat von der ersten Minute an ungeheuer entschlossen auf. Fest entschlossen, zunächst die Olpe-Offensive, die beste der Liga, zu bändigen. „Das ist die Basis unseres Spiels,“ sagte FCB-Trainer Alexander Gocke.

Er vergaß aber nicht zu erwähnen, dass seine Elf durch eine frühe Führung stark begünstigt worden sei. Nach einem Missverständnis in der Olper Abwehr in der 4. Minute war Florian Gondrum zum 0:1 zur Stelle.

Als [person=6262]Alexander Enke[/person] in der 19. Minute das 2:0 nachlegte, hätte dies auch schon das 3:0 oder gar 4:0 sein können, denn zuvor vergaben die Dortmunder [person=6204]Dominik Behrend[/person] (6.) und Tim Schrade (13.) „zwei überragende Abschlussituationen“ wie FC-Trainer Alexander Gocke es nachher formulierte. Doch auch das 2:0 reichte aus, um der Brünninghauser Mannschaft eine Sicherheit zu verleihen, die kaum Hoffnung auf eine Wende zugunsten Olpes machte. Erst recht nicht, als Tim Schrade in der 39. Minute das 0:3 erzielte.

Dennoch gab es diese Hoffnung. Die SpVg Olpe traute sich nach dem Wechsel viel mehr zu, nahm das Herz in die Hand und ergriff die Initiative. Lohn war das 1:3 in der 52. Minute. Eine flache Hereingabe von Jan Prothmann sauste durch den Sechzehner, Thomas Rath lauerte und drosch die Kugel ins Netz.

Tolle Kombination vor dem 1:4

Sieben Minuten hielt die Aussicht auf eine Wende, dann packte der Gast nochmals ganz tief in die Trickkiste. Am und im Strafraum kombinierte sich Brünninghausen die Olper Abwehr passend, bis Tim Schrade keine Mühe mehr hatte, zum 1:4 zu vollstrecken.
Beim Drei-Tore-Abstand blieb es, beide Seiten trafen kurz vor Schluss je noch einmal: Florian Gondrum aus spitzem Winkel zum 1:5 (88.) und [person=18631]Michel Alfes[/person] mit platzierten Kopfball zum zweiten Olper Treffer.

„Vor einer Woche habe ich auch hier gesessen, aber da war meine Laune besser als heute,“ sagte Marek Lesniak auf der Pressekonferenz im Klubhaus. Er bescheinigte seinem Kollegen Alexander Gocke und dessen Mannschaft, „hoch-, hoch- und nochmal hochverdient gewonnen zu haben.“

Und Lesniak verriet, dass Gocke etwas Besonderes geschafft habe. „Zum ersten Mal habe ich gegen einen Gegner zweimal verloren. Hut ab, Alex.“

Autor: Lothar Linke

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