Eine 0:1-Niederlage gegen Saloniki nach sieben Wechseln in der Startelf – das führte zu Kritik an BVB-Trainer Tuchel. Der weist diese zurück.

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Tuchel verteidigt Rotation gegen Saloniki

Sebastian Weßling
13. Dezember 2015, 09:38 Uhr
Foto: dpa

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Eine 0:1-Niederlage gegen Saloniki nach sieben Wechseln in der Startelf – das führte zu Kritik an BVB-Trainer Tuchel. Der weist diese zurück.

Natürlich kam die Rede vor dem Heimspiel gegen Eintracht noch einmal auf den vergangenen Donnerstag. Auf das abschließende Gruppenspiel der Europa League, das Borussia Dortmund nach einer indiskutablen ersten und nur etwas besseren zweiten Halbzeit mit 0:1 gegen Paok Saloniki verloren hatte. BVB-Trainer Thomas Tuchel selbst hatte diese Verbindung schon unmittelbar nach dem Spiel geknüpft: Das Spiel gegen Frankfurt (Sonntag, 15.30 Uhr) werde durch die Niederlage nun deutlich schwerer zu gewinnen sein.

Tuchel hatte auch bereitwillig eingeräumt, dass er mit seiner Aufstellung, mit seinen Wechseln und seiner Ansprache wohl beigetragen hatte zum irritierend spannungslosen Auftritt seiner Mannschaft. Und doch verteidigte er seine Entscheidungen zwei Tage später noch einmal: Das Spiel gegen Saloniki sei schlicht zu unwichtig gewesen, sagte der BVB-Coach – wenngleich er es etwas verklausulierter ausdrückte: „Wir haben uns erlaubt, dieses Spiel zu werten in dem Kontext, dass wir danach innerhalb von sechs Tagen noch drei mal spielen“, sagte er. „Und da war dieses Spiel das unwichtigste.“ Nun könne man die kommenden drei Partien „Vollgas spielen, am obersten Limit spielen, alles ausreizen“.

Niederlage war laut Tuchel nicht verdient

Abgeschenkt habe man das Spiel gegen Saloniki aber nicht, man hätte gerne gewonnen. „Und die Niederlage war ja nicht einmal verdient“, meinte Tuchel. „Wir hätten mit der gleichen Aufstellung, mit den gleichen Chancen für uns und der gleichen einen Chance für den Gegner auch 3:1 gewinnen können.“

Genutzt hätte das tabellarisch ohnehin nichts mehr – und so könnte die Niederlage im weiteren Saisonverlauf noch hilfreich sein: als Hinweis, dass auch gegen vermeintlich kleine Gegner mit voller Intensität und vollem Tempo gespielt werden muss. „Wir hätten gerne drauf verzichtet, aber wurden trotzdem leider nochmal mit der Nase drauf gestoßen“, so Tuchel. „Vielleicht ist es dann sogar besser, so ein Spiel zu verlieren, als es zäh 2:1 zu gewinnen – obwohl es sich wirklich sehr bescheiden anfühlt, Spiele, zumal Heimspiele, zu verlieren.“

Autor: Sebastian Weßling

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