Zum Jahresabschluss konnte der Duisburger SV den VfB Homberg daheim mit 2:1 besiegen und bestätigt damit noch einmal die fantastische Hinrundenleistung.

DSV 1900

Der krönende Abschluss einer tollen Hinserie

Christian Lock
12. Dezember 2015, 21:17 Uhr
Foto: Tillmann

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Zum Jahresabschluss konnte der Duisburger SV den VfB Homberg daheim mit 2:1 besiegen und bestätigt damit noch einmal die fantastische Hinrundenleistung.

Mit dem Sieg gelang es dem Duisburger SV erneut, seiner Rolle als Favoritenschreck der Landesliga 2 Niederrhein gerecht zu werden. Nicht einmal musste der DSV in der laufenden Saison bei Spielen gegen die Top-Sieben der Liga das Spielfeld als Verlierer verlassen. Gegen den VfB Homberg konnte nun sogar schon der vierte Sieg gegen eine der Spitzenmannschaften gefeiert werden. So gesehen kam der Erfolg gegen den VfB nicht ganz überraschend, dessen Erfolge gegen die direkte Aufstiegskonkurrenz bislang eher überschaubar ausfielen. Der Sieg gegen den Ligaprimus aus Kleve blieb der bis dato einzige Lichtblick der Homberger gegen die Topteams der Liga. Gewissermaßen in umgekehrter Parallelität zum DSV musste der VfB am Samstag nun sogar schon die vierte Niederlage gegen einen direkten Mitstreiter um den Aufstieg einstecken.

Die Elf um Ralf Kessen steht mit dem Sieg gegen den VfB nun zumindest vorläufig auf dem vor der Saison noch für utopisch gehaltenen dritten Tabellenplatz. Selbst wenn am Sonntag die Union Nettetal noch den zu erwartenden Dreier einfahren sollte, bleibt dem DSV mit dem vierten Rang immer noch ein angenehm flauschiges Plätzchen, um gut durch den Winter zu kommen. Das ursprünglich ausgegebene Saisonziel Nichtabstieg erscheint mittlerweile fast als ein merkwürdiges Relikt längst überwundener Tage. Dementsprechend kommt DSV-Coach Kessen auch kaum heraus aus dem Schwärmen für sein junges Team: "Wir werden jetzt auf einem Platz überwintern, den ich mir vor der Saison nicht habe erträumen lassen. Ich dachte eigentlich, das wird eine knallharte Saison für uns. Was die blutjunge Mannschaft in der Hinrunde erreicht hat – mit fünf 19-jährigen in der Stammformation und drei weiteren selben Alters auf der Bank – ist wirklich aller Ehren wert."

Das Spiel gegen den VfB Homberg sah Kessen weitgehend ausgeglichen, mit dem entscheidenden Quäntchen Glück auf der eigenen Seite. Womit Kessen nicht ganz unrecht hat, schließlich rettete den DSV gleich zwei mal das Aluminium. Dennoch ist ihm auch bewusst, dass das Glück einem eben nicht einfach so zufällt: "Wir müssen jedes Spiel hart arbeiten, immer wieder die Zweikämpfe suchen und viel Laufarbeit leisten und das macht die Mannschaft auch Woche für Woche. Dass wir darüber hinaus auch dazu in der Lage sind, spielerisch mitzuhalten, wissen wir."

Auch das letzte Spiel vor der Winterpause konnte der VfB also nicht für sich entscheiden, was den Homberger Ambitionen sicherlich einen nicht allzu kleinen Dämpfer verpassen dürfte. Zwar war VfB-Coach Janßen die Enttäuschung deutlich anzumerken, dennoch sah auch er am Samstag ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem letztlich glücklicheren Ausgang für den Kontrahenten: "Es ging heute rauf und runter. Ich denke, die Zuschauer sind heute auf ihre Kosten gekommen. Es war vor allem in der zweiten Hälfte ein rassiges Spiel. Eigentlich war es eher ein Unentschieden-Spiel, aber wie das halt so ist, wer ein Tor mehr schießt, der gewinnt eben und letztlich hat es sich der DSV auch verdient."

Autor: Christian Lock

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