Enttäuschung, Ratlosigkeit, Ernüchterung - vor allem aber Wut. Essens Fans haben ihrem Unmut kräftig Luft gemacht.

RWE

Siewert stellt sich nach versuchtem Kabinensturm

12. Dezember 2015, 16:33 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Enttäuschung, Ratlosigkeit, Ernüchterung - vor allem aber Wut. Essens Fans haben ihrem Unmut kräftig Luft gemacht.

Zunächst gab es vor dem Essener Fanblock wüste Beschimpfungen und Schmähgesänge, dann versuchte ein halbes Dutzend RWE-Fans, in die Kabine der Rot-Weissen zu gelangen. Trainer Jan Siewert und sein Co Stefan Lorenz hatten Mühe, die aufgebrachten Anhänger wieder nach draußen zu drängen.

"Wir zeigen euch, was Rot-Weiss heißt", schrie einer in die Kabine und gab erst Ruhe, als sich Siewert - sichtlich angefressen - bereit erklärte, die aufgebrachte Menge zu beruhigen. Gut zwanzig Minuten diskutierte er mit den eigenen Anhängern, die nach dem späten Ausgleich in Wiedenbrück den nächsten Nackenschlag hinnehmen mussten.

Irgendwann hatte der Essener Trainer wohl die richtigen Worte gefunden. "Es geht ja nicht darum Versprechungen zu machen. Es ist eine Enttäuschung da. Die ist bei den Fans und auch bei mir vorhanden", sagte der 33-Jährige, der die drei verblieben Diskussionspartner zum Abschluss sogar noch per Umarmung verabschiedete. "Wir haben zu viel liegen lassen. Nach dem Auswärtsspiel in Dortmund wollten wir zeigen, dass wir effektiver sind. Das haben wir den Fans auch gesagt", klärte Siewert auf.

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