Schalke zieht als Gruppensieger in die K.o.-Phase der Europa League ein. Bei Asteras Tripolis in Griechenland siegte Königsblau ungefährdet mit 4:0.

Schalke

Souveräne Leistung bei Asteras Tripolis

Manfred Hendriock
10. Dezember 2015, 23:14 Uhr
Foto: Firo

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Schalke zieht als Gruppensieger in die K.o.-Phase der Europa League ein. Bei Asteras Tripolis in Griechenland siegte Königsblau ungefährdet mit 4:0.

Es war wohl das letzte Mal, dass Schalke 04 in dieser Saison auf einem Platz gespielt hat, auf dem man sich ebenso gut auch die Durchführung von Bundesjugendspielen vorstellen könnte - es fehlte nur die Laufbahn. Etwas mehr als 7000 Plätze bietet das Stadion mit dem klangvollen Namen “Theodoros Kolokotronis” in Tripoli, aber gerade einmal gut die Hälfte davon war besetzt, als Schalke die Gruppenphase der Europa League am Donnerstagabend mit einem 4:0-Sieg beim griechischen Klub Asteras Tripolis abschloss. In der nächsten Runde geht’s in richtige Fußball-Arenen: Dann könnten sogar Mannschaften wie der FC Sevilla, der FC Valencia oder Galatasaray Istanbul der Gegner sein.

Durch den 4:0-Sieg erreichte Schalke souverän mit 14 Punkten aus sechs Spielen das angestrebte Ziel Gruppensieg. Damit gehen die Königsblauen bei der Auslosung der ersten K.o.-Runde am kommenden Montag dem FC Porto und Manchester United aus dem Weg, die als namhafteste Absteiger aus der Champions League zur Europa League stoßen. Das eigenwillige Reglement dieses Wettbewerbs will es aber, dass Duelle mit Valencia, Sevilla, Galatasaray oder Donezk im Februar möglich sind. Schalke freut sich auf große Gegner, Eric Maxim Choupo-Moting hatte schon vor dem Spiel gesagt: “Ich hätte auf jeden Fall Bock drauf. Aber lieber ein bisschen später im Viertel- oder Halbfinale.”

In Tripolis steuerte der Stürmer schon mal seinen Teil zum Schalker Erfolg bei: Er erzielte das zwei Tore (37./ 78.), nachdem zuvor Franco Di Santo getroffen hatte (29.). Kurz vor Schluss erhöhte Max Meyer (86.). Es war eine klare Sache gegen einen allerdings international kaum konkurrenzfähigen Gegner.

Etwas Aufregung gab’s nur vor dem Anpfiff: Der israelische Schiedsrichter Liran Liany fand die Schiene, die Benedikt Höwedes seit seinem Handbruch Anfang November trägt, zu gefährlich - in vier vorhergehenden Spielen hatten die Schiedsrichter nichts gegen die Schiene einzuwenden gehabt. Höwedes musste daher mit einem normalen Verband um die Hand spielen, behielt aber seinen Platz in der Start-Elf. So blieb es bei den sechs Wechseln, die Trainer André Breitenreiter ohnehin vorgenommen hatte.

Der interessanteste dabei: Sidney Sam spielte anstelle von Leroy Sané auf der rechten Seite - erst sein zweiter Einsatz in dieser Saison. Schalke wollte ihm noch einmal eine Chance geben und stellte den ehemaligen Nationalspieler zugleich ins Schaufenster - Eintracht Frankfurt wird wieder Interesse an Sam nachgesagt. Empfehlen konnte er sich indes nicht: Zwar war er fleißig, blieb aber immer wieder hängen.

Ansonsten spulte Schalke das Programm aber routiniert und gekonnt herunter. Die Mannschaft war bemüht, schnell für klare Verhältnisse zu sorgen, und das gelang auch. Spätestens mit dem 1:0 durch Franco Di Santo in der 29. Minute war das Spiel in die richtigen Bahnen gelenkt: Der Argentinier köpfte eine Flanke von Junior Caicara, der diesmal wieder für Sascha Riether rechts verteidigte, gegen die Laufrichtung von Torwart Theodoropoulus sicher ein. Es war das fünfte Tor von Di Santo in der Europa League - zumindest in diesem Wettbewerb funktioniert das Zusammenspiel zwischen Di Santo und Stamm-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar.

Der Holländer bereitete dann acht Minuten später das 2:0 von Eric Maxim Choupo-Moting vor. “Choupo” tunnelte den griechischen Torwart und setzte in der 78. Minute mit dem Tor zum 3:0 drauf. Den Schlusspunkt unter die Schalker Gruppenphase setzte Max Meyer (86.).

Autor: Manfred Hendriock

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