Was ist in Aachen los? Da schreibt die Mannschaft einen Brief an den Aufsichtsrat, fordert personelle Konsequenzen rund um das Trainerteam und die Forderungen werden erfüllt.

Aachen-Kommentar

Mannschaft hat das Trainerteam verkauft

Krystian Wozniak
09. Dezember 2015, 17:19 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Was ist in Aachen los? Da schreibt die Mannschaft einen Brief an den Aufsichtsrat, fordert personelle Konsequenzen rund um das Trainerteam und die Forderungen werden erfüllt.

Ein RS-Kommentar.

Eine solch freche und unmoralische "Wunschliste" zu verfassen, ist unterste Schublade. Jeder professionell geführte Verein würde diese "Wunschliste" wohl in neun von zehn Fällen nicht erfüllen, sondern in der Truppe den oder die faulen Äpfel suchen und entsorgen. Das wäre die einzig logische und professionelle Konsequenz.

Was denken sich die Aachener Spieler? Die Alemannia spielt in der Regionalliga angesichts ihrer guten Voraussetzungen unter aller Kanone und ist nur ein Team, das im Mittelfeld vor sich hin dümpelt. Die Spieler des Viertligisten sollten sich lieber auf ihre im Vertrag fixierten Pflichten konzentrieren, anstatt die Köpfe der Verantwortlichen zu fordern. Denn sie spielten / spielen weder für Christian Benbennek, Uwe Fecht, Alexander Klitzpera oder Thomas Deutz, sondern für Alemannia Aachen. Das sollte sich die Mannschaft hinter die Ohren schreiben. Mit dem Brief an den Aufsichtsrat sind die Spieler eindeutig zu weit gegangen und haben ihre Kompetenzen überschritten. Sie werden nicht dafür bezahlt, um Entlassungen, Beurlaubungen oder Rücktritte zu forcieren oder gar zu fordern, sondern um sich in den Dienst von Alemannia Aachen zu stellen!

Der Verlierer des ungewöhnlichen Machtkampfes zwischen Mannschaft und sportlicher Führung steht jetzt schon fest: Es ist der Klub, es ist Alemannia Aachen. Die Mannschaft hat das Trainerteam verkauft und wird von den Entscheidungsträgern noch belohnt!

Autor: Krystian Wozniak

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