Der PSV Bochum steckt nach einer katastrophalen Serie von zehn Spielen ohne Sieg im Tabellenkeller. Ein Ende des Abwärtsstrudels ist nicht abzusehen.

PSV Bochum

Quo vadis PSV?

Christian Lock
09. Dezember 2015, 11:07 Uhr
Foto: Griepenkerl

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Der PSV Bochum steckt nach einer katastrophalen Serie von zehn Spielen ohne Sieg im Tabellenkeller. Ein Ende des Abwärtsstrudels ist nicht abzusehen.

Die jüngste Vergangenheit lässt eher düstere Prognosen zu. Zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge für den Polizei SV. Die desaströse 0:13-Torbilanz aus den letzten drei Spielen setzt dem Bochumer Katastrophenszenario noch die Krone auf. Wie das angestrebte Ziel des Klassenerhalts angesichts solcher Bilanzen noch zu bewerkstelligen sein soll, bleibt rätselhaft.

Die katastrophale Lage seines Teams sieht PSV-Coach Jörg Nowaczyk vor allem darin begründet, dass die angesetzten Trainingseinheiten selten in voller Besetzung von statten gehen: "Die Prioritäten werden von vielen Spielern halt woanders gesetzt. Die Familie und der Beruf rücken für einige meiner Spieler zunehmend in den Vordergrund. Das hat dann natürlich auch erhebliche Auswirkungen auf die Trainingsbeteiligung."

Ein Stück weit hat der PSV-Coach hierfür auch durchaus Verständnis, denn finanzielle Anreize böte der Club seinen Spielern natürlich eher weniger. Ohnehin sind Nowaczyk aber weitgehend die Hände gebunden: "Zum Training zwingen kann ich die Spieler ja nicht und Daumenschrauben will ich ihnen auch nicht anlegen. Ich kann sowieso auf niemanden verzichten."

Die Saison hat der Coach deswegen aber noch lange nicht abgeschrieben, vielmehr blickt er verhalten optimistisch auf die Zeit nach der Winterpause: "Ich will hoffen, dass wir im Winter den einen oder anderen dazu bekommen. Der Plan ist es jedenfalls, uns mit zwei oder drei Leuten zu verjüngen."

Auch abgesehen von eventuellen Neuverpflichtungen, die die oben angesprochenen Trainingsausfälle im Idealfall zu kompensieren in der Lage wären, ist Nowaczyk zuversichtlich, dass sich der drohende Abstieg noch abwenden lässt: "Ich hoffe, dass jeder den ernst der Lage erkannt hat und wir entsprechend in die Rückrunde starten. Einige Spieler haben auch schon signalisiert nach der Pause wieder mehr Gas geben zu wollen, deswegen bin ich eigentlich guter Dinge, dass es nach der Winterpause wieder bergauf geht."

Autor: Christian Lock

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