Was sich auf Schalke bereits in der vergangenen Woche andeutete, ist seit Dienstag Gewissheit: Der Vertrag mit Kevin-Prince Boateng ist aufgelöst worden.

Boateng

Vertrag auf Schalke aufgelöst!

RS
08. Dezember 2015, 21:43 Uhr
Foto: firo

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Was sich auf Schalke bereits in der vergangenen Woche andeutete, ist seit Dienstag Gewissheit: Der Vertrag mit Kevin-Prince Boateng ist aufgelöst worden.

Nach Informationen der FUNKE Mediengruppe wurde zwischen den Vertragsparteien schließlich Einigung erzielt. Zuvor hatte es zwar einen grundsätzlichen Konsens zwischen dem im Mai suspendierten Spieler und dem Verein gegeben, laut Manager Horst Heldt waren jedoch noch "Details" zu klären.

Dabei ging es unter anderem um eine Klausel, nach der sich der bis 2016 laufende Vertrag mit Boateng sogar noch um ein weiteres Jahr hätte verlängern können - wenn dieser 70 Pflichtspiele für S04 absolviert hätte. Genau dazu hatte der suspendierte Mittelfeldspieler nach seiner Ausbootung allerdings keine Gelegenheit mehr. Dieses juristische Hintertürchen hatte Boatengs Position in den Verhandlungen gestärkt, die nun erzielte Einigung dürfte für Schalke also nicht ganz billig gewesen sein. Bei einem kolportierten Jahreseinkommen von acht Millionen Euro dürften die Berater des Deutsch-Ghanaers eine saftige Abfindung herausgeschlagen haben - wesentlich "preiswerter" als Boateng zu behalten, dürfte die Auflösung aus Schalker Sicht also gar nicht gewesen sein.

Abfindung statt Ablöse

Trotzdem werden alle Beteiligten aufatmen. Schalke bleibt beispielsweise erspart, dass sich der 28-Jährige wieder ins Training einklagt. "Das wollen wir nicht, das will er nicht", hatte Heldt dazu erklärt. Nun ist das Kapitel nach zweieinhalb schwierigen Jahren beendet. Den immer wieder an Knie- und Hüftproblemen laborierenden Rechtsfuß zieht es dem Vernehmen nach wieder zum AC Milan. Aus Mailand war der gebürtige Berliner seinerzeit nach Gelsenkirchen gewechselt - und dort hatte er in den vergangenen Wochen auch wieder mittrainiert.

Eine Ablöse gibt es für Schalke freilich nicht - zusammenfassen darf man diese Entscheidung wohl eher unter der Redewendung: "Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende."

Autor: RS

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