Vredens Trainer Marcus Feldkamp bestellte nach der 0:3-Niederlage seiner Mannschaft beim SC Hassel einen großen Kaffee, nippte zweimal an der Tasse und sprach kurz darauf von Sekt.

Westfalenliga I

„Hassel kann den Sekt kaltstellen“

Christoph Winkel
07. Dezember 2015, 08:57 Uhr
Foto: Tim Müller

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Vredens Trainer Marcus Feldkamp bestellte nach der 0:3-Niederlage seiner Mannschaft beim SC Hassel einen großen Kaffee, nippte zweimal an der Tasse und sprach kurz darauf von Sekt.

Diesen könne Hassel schon kaltstellen. „Wir haben gegen den Meister gespielt. Da bin ich mir sicher“, sagte der 39-Jährige.

Thomas Falkowski nahm die Glückwünsche zum Sieg zwar gerne an, nach Sekt ist ihm aber noch nicht zumute. Fakt ist: Gewinnt der SC sein Nachholspiel am 20. Dezember gegen Fichte Bielefeld, hat der Tabellenführer sechs Punkte Vorsprung auf den Delbrücker SC, am nächsten Sonntag findet zuvor aber schon das erste Rückrundenspiel gegen den TuS 05 Sinsen statt.

Marcus Feldkamp hatte nach vor dem Spiel gesagt, dass sein Team das erste sein will, das den SC Hassel schlägt. Nach spätestens zehn Minuten war allerdings klar, dass dieser Plan nicht aufgehen würde. Die Mannschaft von Thomas Falkowski war auch gegen den Tabellenvierten hochüberlegen und ging nach zwölf Minuten verdient in Führung.

Doppelpack von Dawid Ginczek

Einen Schuss von Patrick Rudolph nahm Dawid Ginczek zunächst an, bevor er den Ball eiskalt im Tor versenkte. Noch ein bisschen cooler war der Torjäger dann beim 2:0 in der 44. Minute. Nach einem feinen Zuspiel von Dominik Milaszewski traf Ginczek den Pfosten, vor dem Nachschuss schaute er dann, wie sich Vredens Torwart Felix Kortbus bewegt, bevor der den Ball ins rechte Eck schoss. Ein weiteres Ginczek-Tor erkannte Schiedsrichter Holger Danielsiek wegen Foulspiels nicht an. Der Ex-Hordeler entschied das Torjäger-Duell gegen den Vredener Nils Temme am Sonntag also eindeutig für sich und führt die Torschützenliste in der Westfalenliga 1 mit zwölf Treffern nun alleine an.

In der zweiten Halbzeit schaltete der SC einen Gang zurück, hätte den Gegner aber aus dem Stadion Lüttinghof schießen können. Kevin Rudolph scheiterte aus kurzer Distanz an Torwart Kortbus, der eingewechselte Marco Lukas traf nach einer feinen Einzelaktion die Latte. Der einzige Treffer im zweiten Durchgang gelang einem Innenverteidiger: Nach einer Ecke von Kevin Rudolph verlängerte Aldin Hodzic und Alexander Schlüter köpfte den Ball freistehend ins Tor.

Während Feldkamp Kaffee trank und von einem hochverdienten Hasseler Sieg sprach, haderte er aber doch noch mit einigen Entscheidungen des Schiedsrichters. „Wir sind ein bisschen benachteiligt worden“, sagte er. Feldkamp sagte aber auch: „Wir haben Hassel ein paar Fragen gestellt, die konnten sie beantworten.“

Thomas Falkowski stellte zurecht fest, dass sein Team „ein richtig gutes Spiel gezeigt hat“, und keine einzige Torchance des Gegners zugelassen hat. „Das 3:0 geht in der Höhe vollkommen in Ordnung.“

Autor: Christoph Winkel

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