Seinem Topspielcharakter wurde die Begegnung zwischen dem FSV Duisburg und dem VfB Homberg vollends gerecht. Das 1:1 bot spannenden Landesliga-Spitzenfußball.

LL NR 2

"Ein richtig geiles Landesligaspiel"

Christian Lock
06. Dezember 2015, 21:06 Uhr
Foto: Ketzer

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Seinem Topspielcharakter wurde die Begegnung zwischen dem FSV Duisburg und dem VfB Homberg vollends gerecht. Das 1:1 bot spannenden Landesliga-Spitzenfußball.

Es war nicht das einzige Spitzenspiel, das der 17. Spieltag der Landesliga Niederrhein 2 zu bieten hatte. Zeitgleich trafen nämlich auch der Duisburger SV 1900 und Spitzenreiter 1. FC Kleve nur wenige Kilometer entfernt und im etwas zentraler gelegenen Teil Duisburgs aufeinander. Auch das Ergebnis teilten sich beide Begegnungen. Beide endeten mit einem 1:1 und einer Punkteteilung. Dieser Umstand ließ es dann auch zu, dass sowohl auf Seiten des FSV, als auch auf der des VfB, mit halbwegs gutem Gewissen über die jeweils verlorenen Punkte hinweggesehen werden konnte. Stattdessen erfreuten sich die beiden Teams in der Retrospektive schlicht der Hochklassigkeit der dargebotenen Leistung. Einen Verlierer hätte ein derartiges Spiel auch ganz sicher nicht verdient.

"Ich denke, dass die Zuschauer über die gesamten 90 Minuten ein richtig gutes Landesligaspiel gesehen haben, mit sehr vielen, intensiv geführten Zweikämpfen – ohne dass es ruppig wurde – und auf sehr hohem technischen Niveau", freut sich VfB-Coach trotz des späten Ausgleichstreffers des FSV vor allem über die Werbung, die beide Teams für den Landesligafußball betrieben haben: "Beide Mannschaften haben gezeigt, dass Landesligafußball durchaus ein hohes Niveau erreichen kann." Ganz kalt lässt den VfB-Coach der liegen gelassene Dreier dann aber doch nicht: "Wenn das 1:1 so unnötig und erst zwei Minuten vor Schluss fällt, ist das natürlich bitter und schade für uns, aber so ist das eben im Fußball. Unter dem Strich hatten beide Teams aber eine relative Chancengleichheit, beide haben sehr gut agiert und am Ende ist das Unentschieden dann sicherlich auch gerecht."

Zu den auffälligsten Spielern auf dem Platz gehörte am Sonntag ohne Zweifel der Ex-Homberger Almir Sogolj, der immer wieder für Unruhe in der ansonsten sehr geordnet und souverän auftretenden Homberger Defensive sorgte. Schon in der 30. Minute hatte Sogolj das 1:0 für die Gastgeber auf dem Fuß, als er die Kugel von der Strafraumgrenze mit Wucht an die Latte des Homberger Kastens zimmerte. Kurz vor Schluss war wiederum er es, der das Leder per Elfmeter zum verdienten 1:1-Endstand ins Homberger Gehäuse drosch. Von Schadenfreude, ausgerechnet seinem Ex-Club einen eingeschenkt zu haben, ist beim Last-Minute-Torschützen aber nichts zu spüren, ganz im Gegenteil: "Ich habe sieben Jahre mit Herz und Leidenschaft für den VfB gespielt. Irgendwie ist es schon komisch, gegen meine Jungs zu spielen." Ähnlich wie VfB-Coach Janßen zeigte auch er Begeisterung über das Leistungsniveau der Partie: "Da war heute richtig Tempo drin. Das war ein sehr gutes Spiel von beiden Mannschaften mit einem leistungsgerechten 1:1. Ein richtig geiles Landesligaspiel."

Autor: Christian Lock

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