Der 2:1-Sieg in der Nachspielzeit setzte beim BVB viele Emotionen frei – von Freude bis Ärger war auch bei Sportdirektor Michael Zorc alles dabei.

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Sportdirektor Zorc ärgert sich über Schiedsrichter

Sebastian Weßling, aufgezeichnet in der Mixed Zone
06. Dezember 2015, 11:07 Uhr
Foto: firo

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Der 2:1-Sieg in der Nachspielzeit setzte beim BVB viele Emotionen frei – von Freude bis Ärger war auch bei Sportdirektor Michael Zorc alles dabei.

Michael Zorc, das war schon ein ziemlich emotionales Spiel, oder?
Es war eine extrem aufregende Schlussphase. Ich hatte von der Bank den Eindruck: Den Elfmeter muss man nicht geben. Aber eigentlich muss man weiter vorne anfangen: Wir sind super gestartet, die ersten 35 Minuten waren mit das Beste, was wir diese Saison gespielt haben. Und dann haben wir auf einmal nicht mehr so richtig den Ball an den eigenen Mann bekommen. Unser Spiel hat gestockt, Wolfsburg wurde besser. Wir haben verteidigt, auch manchmal mit Glück - kriegen dann aber am Ende diesen Elfmeter. Und auf einmal fangen wir wieder an, richtig Fußball zu spielen und spielen diesen Angriff dann auch super zu Ende mit Miki (Henrikh Mkhitaryan, Anm. D. Red.) und Shinji (Kagawa). Das war schon ein Big Point heute.

Es war in Wolfsburg ja eine sehr improvisierte Abwehr...
Das muss man natürlich bei der ganzen Bewertung berücksichtigen, dass mit Mats Hummels, mit Sokratis, mit Jule Weigl und dann auch relativ früh mit Ilkay Gündogan, der raus musste, die ganze mittlere Achse weggefallen ist. Deswegen bin ich mit diesem Ergebnis mehr als zufrieden.

Wie haben Sie Sven Bender gesehen?
Überragend. Er hat den Laden hinten zusammengehalten. Man muss auch Neven ein Kompliment machen: Dafür, dass er so lange nicht gespielt hat und keine Spielpraxis hatte, hat er es auch sehr gut gemacht. Das war ja nicht unser Problem, sondern die eigene Spielentwicklung hat irgendwann gestockt.

Thomas Tuchel und auch Hans-Joachim Watzke haben sich deutlich wahrnehmbar über den Schiedsrichter aufgeregt. Was war der Grund?
Ich fand die Hinausstellung von Thomas ein wenig übertrieben, um es mal nett zu formulieren. Das hat der Tathergang nicht unbedingt erforderlich gemacht. Deswegen haben wir uns geärgert - und natürlich über den Elfmeter, denn von der Bank sah es so aus, als ob man ihn nicht unbedingt geben musste. 

Autor: Sebastian Weßling, aufgezeichnet in der Mixed Zone

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