Schalke 04 lag sich am Freitagabend buchstäblich in den Armen. Der Sieg gegen Hannover trug seinen Teil dazu bei.

Schalke-Choreo

Team war eingeweiht und sagte "Danke"

05. Dezember 2015, 10:39 Uhr
Foto: firo

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Schalke 04 lag sich am Freitagabend buchstäblich in den Armen. Der Sieg gegen Hannover trug seinen Teil dazu bei.

Die 90 Minuten auf dem Rasen und das 3:1 unter dem Strich waren nicht schlecht - das große Thema des 15. Spieltags aus Sicht der Königsblauen war aber ein anderes: Die spektakuläre Choreografie, mit der die Nordkurve ein Wohnzimmer im "Gelsenkirchener Barock" darstellte, in dem wiederum die Geschichte des Vereins nachgezeichnet wurde.

Sechs Monate lang hatten die Ultras an diesem Spektakel gearbeitet, rund 30.000 Euro soll die Vorstellung, bei der auch Hochleistungstechnik zum Einsatz kam, gekostet haben. "Was da vor dem Anpfiff auf die Beine gestellt wurde, ist einmalig und hat neue Maßstäbe in der Bundesliga gesetzt. Und auch was während der Partie auf den Rängen passiert ist, war überragend. Ich bin froh, dass wir den Fans mit dem Sieg etwas zurückgeben konnten", hob S04-Trainer André Breitenreiter den Daumen.

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Wie Manager Horst Heldt später verriet, wussten Mannschaft und Vereinsführung von den Vorbereitungen. "Wir wussten Bescheid. Die haben sechs Monate daran gearbeitet und das wollten wir uns unter der Woche mal anschauen", bekannte der Sportvorstand und erläuterte den Hintergedanken: "Ich habe ja die Mythos-Tour eingeführt, dass sich neue Spieler und auch das Trainerteam die Schalker Geschichte, die Glückaufkampfbahn und die Schalker Meile kennenlernen. Bei dieser Gelegenheit gibt es auch Treffen mit den Fanorganisationen. So sind wir ins Reden gekommen und haben auch über Choreographien gesprochen. Uns war wichtig zu sehen, wie das gemacht wird. Wir haben uns das vorher alle angeschaut, auch das gesamte Team. Aber wir haben dicht gehalten", meinte Heldt nicht ohne Stolz.

Auch er fand die Choreografie "beeindruckend und in dieser Form einzigartig". Einen Zuschuss vom Verein gab es jedoch nicht: "Selbst, wenn wir das wollten ist klar, dass das von den Fans nicht gewollt ist. Eine Unterstützung von Vereinsseite ist nicht gewünscht. Und das gilt es zu akzeptieren."
Darum sind die Fans in die Kurve

Nicht nur akzeptieren, sondern "Danke" sagen wollte die Mannschaft dann nach dem Abpfiff. Dem gesamten Team wurde in der Nordkurve inmitten der Ultras ein herzlicher Empfang bereitet. Dementsprechend überwältigt war Johannes Geis: "Schalkes Fans sind etwas Besonderes, gerade die Ultras. Sie geben immer Gas. Als wir nach dem Sieg zu ihnen gegangen sind, wollten wir ihnen auch etwas zurückgeben und die Nähe zu den Fans suchen. Das ist auf Schalke besonders wichtig." Es sei eine spontane Aktion gewesen. "Wir haben gesagt: 'Komm, alle hoch!' Die Fans sollen sehen, dass wir hinter ihnen stehen und für sie da sind. Ich glaube, es war einfach gelungen", befand der Ex-Mainzer. Das kann man wohl sagen...

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