BL WF 6

Überraschungsteam Letmathe bleibt bescheiden

Julian Bischoff
04. Dezember 2015, 18:34 Uhr

Foto: Elmar Redemann

Der ASSV Letmathe gehört zu den positiven Überraschungen der Saison. Nach 14 Spieltagen hat der Aufsteiger seine Bezirksligatauglichkeit bereits zu Genüge unter Beweis gestellt.

In den vergangenen beiden Begegnungen blieb der ASSV zwar jeweils ohne dreifachen Punkterfolg, in den Wochen zuvor gelang der Mannschaft von Trainer André Hoßdorf jedoch eine überaus beeindruckende Serie. Vier Siege in Serie fuhr Letmathe zwischen dem neunten und zwölften Spieltag ein, dabei wurden unter anderem die Spitzenteams aus Bommern und Breckerfeld geschlagen.

Nach zehn Jahren Abstinenz wieder in der Bezirksliga angekommen

Zweifelsohne hat sich der ASSV Letmathe eindrucksvoll im Bezirksligafußball zurückgemeldet - und das nach langer Abstinenz. Nach dem Bezirksliga-Abstieg im Jahr 2005 krebste der 1898 gegründete Traditionsverein zehn Jahre in der Kreisliga herum, bis am Ende der vergangenen endlich wieder der Sprung in den überkreislichen Fußball gelang.

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"Bei uns stimmen einfach die Einstellung und die mannschaftliche Entschlossenheit", hebt Hoßdorf die Stärken seiner Truppe heraus. Zwar verfüge er nicht über "phantastische Einzelspieler", wie etwa Ligaprimus Hagen 11. Doch habe die bisherige Spielzeit gezeigt, dass seine Mannschaft es mit jedem Gegner aufnehmen könne – unter einer Voraussetzung. "Wir müssen in jedem Spiel 100 Prozent geben. Täten wir dies nicht, hätten wir auch gegen Kreisliga-Vereine Probleme", weiß Hoßdorf. Den Wechsel in die höhere Klasse vollzog der Trainer indes ohne große personelle Veränderungen. Bis auf wenige Ausnahmen besteht der Kader ausschließlich aus Spielern, die bereits in der Kreisliga für den ASSV am Ball waren.

"Wir müssen in der Rückrunde aufpassen"

Trotz der bislang starken Hinrunde – Letmathe hat als Siebter aktuell lediglich drei Punkte Rückstand auf Tabellenplatz drei – bleibt der Erhalt der Klasse das einzige Ziel des Iserlohner Stadteilclubs. Überhaupt ist der Coach darauf bedacht, dass niemand im Kader abhebt und nach oben schielt. "In der Bundesliga erlebt man oft, dass Aufsteiger eine überraschend starke Hinrunde spielen – und in der Rückserie dann einbrechen", sagt Hoßdorf. Um einen solchen Einbruch bei seiner Mannschaft zu verhindern, tritt der Rechtsanwalt bereits jetzt, wenige Wochen vor der Winterpause, als Mahner auf.

Und so wird es für den ASSV Letmathe auch am kommenden Sonntag ausschließlich darum gehen, Zählbares gegen den Abstieg zu sammeln. Der nächste Gegner, VfB Westhofen, sei "keine schlechte Mannschaft", besonders das "aggressive Pressing" hebt Hoßdorf heraus. Mit einem Punkt beim Schwerter Stadteilklub könne er "sehr gut leben".

Autor: Julian Bischoff

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