Zwei Jahre war Toni Molina bis zum Sommer Trainer beim VfB Hilden. Am Sonntag (15 Uhr) kehrt er mit ETB SW Essen an seine alte Wirkungsstätte zurück.

ETB SW Essen

Besonderes Wiedersehen für Molina

Hendrik Niebuhr
03. Dezember 2015, 16:02 Uhr
Foto: Tillmann

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Zwei Jahre war Toni Molina bis zum Sommer Trainer beim VfB Hilden. Am Sonntag (15 Uhr) kehrt er mit ETB SW Essen an seine alte Wirkungsstätte zurück.

"Das ist kein alltägliches Spiel", freut sich der Essener Trainer auf das Gastspiel an der Hoffeldstraße. Ein besonderes Kribbeln verspüre Molina zwar noch nicht, aber dennoch hegt der 42-Jährige nach wie vor Kontakte zu einigen Spielern. Ohnehin besitzt Molina eine spezielle Verbindung zum kommenden Gegner, ist der VfB doch sein Heimatverein, bei dem er in der Jugend mit dem Kicken anfing. Seit vielen Jahren ist er Mitglied. "Ich habe sehr werthaltige Erinnerungen an Hilden", beschreibt Molina seine Gefühlslage.

Doch die netten Worte müssen am Sonntag zumindest für 90 Minuten ruhen. Zu wichtig ist die Partie für die Essener, die nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen langsam aber sicher in gefährlichere Gefilde abrutschen. Vor wenigen Wochen sah es noch danach aus, als würde der ETB als klarer Favorit in die Partie gehen, doch die letzten Spiele haben den Spieß umgedreht. Denn die Hildener sind derzeit so etwas wie das Team der Stunde, gewannen fünf der letzten sechs Spiele und kletterten vom letzten (!) auf den achten (!) Tabellenplatz. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie schnell es im Fußball gehen kann.

"In Hilden ist es eine eigene Geschichte, denn es geht sehr viel über die mannschaftliche Geschlossenheit", kennt Molina die Stärken des VfB nur allzu gut und glaubt, dass die Mannschaft nach dem Rücktritt von Georg Kreß unter Interimstrainer Björn Scheffels nur noch enger zusammengerückt ist. "Sie haben nur drei Punkte mehr als wir", will Molina sich von der gegenwärtigen Serie seines Ex-Klubs jedoch nicht einschüchtern lassen. Stattdessen gibt sich der Linienchef der Essener kämpferisch und selbstbewusst: "Wir fahren dahin, um zu gewinnen. Es ist sehr wichtig, dass wir vor Weihnachten noch ein Erfolgserlebnis feiern. Vielleicht haben wir zu früh die 20-Punkte-Marke erreicht." Nach dem Spiel in Hilden geht es zum Abschluss des Jahres noch zum SV Hönnepel/Niedermörmter.

Autor: Hendrik Niebuhr

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