Markus Nickel ist sich der Rolle als Underdog beim Hallenkönig bewusst. Trotzdem geht er mit der nötigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß ins Turnier.

Rhenania Bottrop

Beim Hallenkönig teuer verkaufen

Nico Jung
03. Dezember 2015, 14:34 Uhr
Foto: Heiko Buschmann

Foto: Heiko Buschmann

Markus Nickel ist sich der Rolle als Underdog beim Hallenkönig bewusst. Trotzdem geht er mit der nötigen Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaß ins Turnier.

Rhenania Bottrop konnte im vergangenen Jahr die Bottroper Stadtmeisterschaft gewinnen, weshalb sie als A-Ligist beim neuen Hallenkönig gegen die besten Hallenmannschaften des Ruhrgebiets antreten werden. Im Finale konnte Rhenania den damaligen Landesligisten VfB Bottrop deutlich mit 3:0 bezwingen.

Im Sommer gab es aber einen Umbruch beim Bezirksliga-Absteiger: Nach zwei Abstiegen in Folge verließen 22 Spieler und der Trainer den Verein. Dem Gegenüber standen 20 Neuzugänge und der neue Trainer Markus Nickel, der mit seiner Mannschaft nach gutem Saisonstart auf den fünften Platz abgerutscht ist, was für ihn allerdings nicht allzu schlimm ist: „Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir zwischen Platz drei und fünf stehen, hätten wir das sofort angenommen, aber weil wir so weit oben mitgespielt haben, wären wir gerne dort geblieben. Deshalb ist es schade, aber wenn wir realistisch sind, müssen wir zufrieden sein.“

In der Winterpause trifft Nickels Team beim Hallenkönig in der Gruppenphase auf die Landesligisten TuS Heven und den Lüner SV, sowie auf den Westfalenligisten Westfalia Wickede. Als Trainer sieht er Hallenturniere im Allgemeinen zwiegespalten: „Ich habe als Spieler gern in der Halle gespielt, weil es ein schnelles Spiel ist und man auf verschiedene Gegner trifft. Als Trainer sehe ich aber die Verletzungsgefahr und möchte deshalb an möglichst wenig Turnieren teilnehmen.“ Den Hallenkönig habe er allerdings nicht absagen können, weil es ein hochkarätiges Turnier ist, bei dem es Ehrensache sei, daran teilzunehmen.

Der Rolle als Underdog in der Gruppe A und im gesamten Turnier ist sich Nickel aber bewusst: „Die Auslosung hätte schon sehr glücklich verlaufen müssen, damit wir nicht als Außenseiter ins Turnier gehen. Trotzdem fahren wir nicht dahin, um uns abschlachten zu lassen, sondern wollen uns möglichst teuer verkaufen. Außerdem weiß ich nicht, mit welchen Mannschaften unsere Gegner auflaufen werden.“ So wird auch Nickel selbst zunächst seine Spieler befragen, wer in der Halle spielen möchte und außerdem bei zuletzt verletzten Spielern das Risiko abwägen.

Autor: Nico Jung

Kommentieren