Elf Spiele und nur ein Sieg – nicht nur die Öffentlichkeit schreit nach Erklärungen und fragt nach dem Warum.

VfL

Fabian, Bastians und Haberer wehren sich gegen Vorwürfe

04. Dezember 2015, 09:27 Uhr
Foto: firo

Foto: firo

Elf Spiele und nur ein Sieg – nicht nur die Öffentlichkeit schreit nach Erklärungen und fragt nach dem Warum.

Gut eine Woche ist es her, da hat Christian Hochstätter versucht, die momentane Situation zu erklären. Sprach von fehlendem Mut und wohl auch vom verloren gegangenen Selbstvertrauen. Doch offensichtlich reicht dies als Erklärung nicht aus. Und da nun einmal, und das schon seit Jahrzehnten, der Trainer zuerst in der Verantwortung steht, wird fieberhaft gefahndet, wo denn die rätselhafte Niederlagenserie ihren Ursprung findet. Am ehesten sollten Spieler wissen, was funktioniert und was eher nicht. Und so haben sich zur Wochenmitte Kapitän Patrick Fabian, der im 15. Jahr das VfL-Trikot trägt, der erfahrene Felix Bastians und Nachwuchs-Kicker Janik Haberer verbal mit den Vorwürfen, die Mannschaft würde am Ende eines Spiels kraftlos in die Niederlagen stolpern, auseinandergesetzt.

Der Kapitän: „Über so einen Unfug kann ich nur staunen. Denn wir investieren im Moment eine ganze Menge, um zu punkten. Gerade zuletzt in Braunschweig konnte jeder sehen, dass wir zusetzen konnten.“

Wer so lange im VfL-Trikot spielt, der hat Erfahrungswerte: „Ich habe schon dramatischere Situationen als die aktuelle erlebt, wo es deutlich düsterer aussah. Deshalb werden wir uns auch nicht auseinander dividieren lassen.“ Und dann fügte der Innenverteidiger noch hinzu: „Am Montag waren wir auf der Weihnachtsfeier der Fanklub-Vertreter. Die Leute unterstützen unseren Weg.“ Bastians, der auch schon in England und der Schweiz Erfahrungen sammeln konnte, stellte erst einmal klar, warum es in Braunschweig wieder nicht gereicht hat: „Die Niederlage dort geht zum Großteil auf meine Kappe. Ich habe den Elfmeter verschossen. Die Jungs dürfen sich jetzt keinen Kopf machen, denn gerade in Unterzahl haben wir überzeugt.“

Auch den Vorwurf, beim Elfmeter hätte ihm die Kraft gefehlt, sorgt beim Linksfuß für Kopfschütteln: „Wer so etwas schreibt, der muss wohl Langeweile haben. Ich sage es unmissverständlich: Wir sind körperlich topfit und voll da. Unsere Negativserie hat überhaupt nichts mit fehlender Kraft zu tun.“

Und wie sieht das ein Youngster, der seit Sommer erstmals Profiluft schnuppert? „Uns fehlt immer ein bisschen. In Braunschweig müssen wir 2:0 in Führung gehen, aber im Moment läuft es einfach schief. Wir werden aber auch weiter alles versuchen, um uns aus der Sch… raus zu kämpfen“, stellt Haberer fest. Mit 21 Jahren fühlt sich der Offensivspieler im Training nicht überfordert: „Seitdem ich hier bin, habe ich aus der Mannschaft noch nicht eine einzige Stimme gehört, die sich über das harte Training beschwert hat. Wir haben absolutes Vertrauen in die Arbeit des Trainers.“ Und dann fügt er ein Beispiel an: „Wer in Braunschweig, und da ist es nicht einfach, in den letzten 20 Minuten in Unterzahl so auf das Tempo drückt, der beweist, dass solche Unterstellungen, uns fehle die Kraft, einfach Schwachsinn sind.“

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren