Die Vorzeichen für Rot-Weiss Essen waren schon besser.

RWE

Im Winter droht schonungslose Analyse

Christian Brausch
02. Dezember 2015, 16:55 Uhr
Foto: Ketzer

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Die Vorzeichen für Rot-Weiss Essen waren schon besser.

Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt nur drei Zähler, zudem muss die Mannschaft von Trainer Jan Siewert bis zur Winterpause in den beiden ausstehenden Spielen noch auswärts ran.

Und das bei der Bilanz auf fremden Plätzen. Nur fünf Treffer in acht Spielen wurden erzielt, nur vier von 24 Zählern wurden in der Fremde eingefahren. Da kommt die Reise zum aufstrebenden BVB II eigentlich zur Unzeit. Vor allem vor dem Hintergrund, dass RWE mit dem unterirdischen 1:1 aus der Partie gegen den FC Kray im Gepäck zum Stadion Rote Erde reist.

Doch Siewert konzentriert sich lieber auf die positiven Faktoren, die ihn daran glauben lassen, dass seine Mannschaft mit einem Dreier aus Dortmund nach Hause kommt. Vor allem die Rückkehr von Marwin Studtrucker versteht der Coach als Zeichen. „Marwin hat sich in der Reha richtig reingehängt. Er gibt Gas und will dem Team helfen. Mit ihm haben wir eine ganz andere Torgefahr.“

Ein dickes Lob für den ehemaligen Wiedenbrücker, andere Spieler müssen in der Winterpause eher mit der Rute rechnen, wenn die letzten beiden Partien nicht erfolgreich gestaltet werden. Denn Siewert kündigte eine Winteranalyse an, die durchaus intensiver ausfallen könnte als eigentlich geplant.

Vor den Begegnungen in Dortmund und Wiedenbrück fordert er von seinen Jungs sich zu wehren, in den verbleibenden 180 Minuten muss „gekratzt und gebissen werden.“ Denn, so Siewert, „jetzt werde ich sehen, wer mit der neuen Situation umgehen kann und wer nicht.“ Unabhängig vom Ausgang der beiden Spiele wird sich der Kader im Winter auf jeden Fall verändern. Siewert schaut vor allem nach neuem Personal für die Offensive, doch zuvor „richtet sich mein Fokus nur auf Dortmund und Wiedenbrück“, betont der Coach der Essener.

Sein Zusatz: „Wir kennen die Situation, das war auch ein Thema in der Mannschaft. Es geht jetzt zunächst darum, den Abstand nach unten zu vergrößern. Wir wollen und müssen da weg.“ Das alles bei einem Gegner, der nach einem katastrophalen Saisonstart zuletzt nur eine von sieben Begegnungen verlor und jede Menge individuelle Klasse vorweisen kann, nicht nur durch den jüngsten Zugang Oguzhan Kefkir, der unter der Woche verpflichtet wurde. Siewert: "Ich habe Dortmund in Wattenscheid gesehen. [person=5780]Marvin Ducksch[/person] oder [person=28982]Michael Eberwein[/person] sind Spieler, die höhere Ziele haben als die Regionalliga. Zudem wird Moritz Leitner nach seiner Rotsperre wieder dabei sein. Das wird eine sehr schwierige Aufgabe."

Der sich die Essener stellen wollen und müssen, denn bei einer Niederlage würde nicht nur der BVB an RWE vorbeiziehen, die Abstiegsplätze könnten schon am Wochenende Realität werden. Doch Siewert zeigt sich optimistisch: "Die Mannschaft hat super trainiert, jeder einzelne Spieler. Jetzt hoffe ich, dass unser Mut in Dortmund auch belohnt wird."

Autor: Christian Brausch

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